Tollkühne Fahrer in fliegenden Kisten

Sieger wurden der kleine Tim-Michel zusammen mit seinem Vater Thorsten in einer Seifenkiste der Elternschule. Foto: sl
SABINE LANGNER, HARBURG
Vier Reifen und eine Handvoll buntes Holz – mehr braucht es nicht, um mehrere Hundert Menschen glücklich zu machen. Am vergangenen Sonnabend startete an der Schule Maretstraße das zweite Harburger Seifenkistenrennen. Gekämpft wurde auf der Rennstrecke um den Phoenix-Cup. Diesmal hatten sich 30 Teams angemeldet. Mitmachen durften alle, die eine selbstgebaute Seifenkiste vorweisen konnten.

Mit viel Fantasie und Kreativität wurde in den letzten Wochen gehämmert und geschraubt und gemalt. „Insgesamt haben mein Papa und ich drei Tage lang die heiße Kiste zusammen gebaut und bemalt“, erzählte der neunjährige Jan Schmidt, der mit seinen Eltern extra aus Bargteheide anreiste. „Jetzt versuche ich, so wenig Kurven wie möglich zu fahren, weil die die Geschwindigkeit nehmen.“

Angefeuert wurden die Teams von vielen Fans entlang der Rennstrecke. Die Harburger Polizei hatte extra für diesen Tag eine Tempomessstation aufgebaut. Zwischen den Renndurchläufen feierten Schüler und Lehrer der Schule Maretstraße zusammen mit dem Freizeitzentrum Mopsberg und anderen Einrichtungen des Viertels sowie vielen Anwohnern und Besuchern ein fröhliches Stadtteilfest. Griechische, türkische und tunesische Mütter zauberten Büffets mit Köstlichkeiten aus den jeweiligen Nationalitäten. Eine Hüpfburg und zahlreiche Spiele begeisterten die Kinder. „Das ist ein wunderbares Fest, vor allem weil pünktlich zum Startschuss der Regen aufgehört hat“, freute sich Anwohnerin Sabine Möller. „Ich habe viele Bekannte getroffen, meine Kinder haben Riesenspaß und es ist toll, dass man mit verhältnismäßig geringen Mitteln so ein Spektakel auf die Beine stellen kann. Hoffentlich gibt es auch im nächsten Jahr wieder ein Seifenkistenrennen.“

Sieger des Rennens wurde das Team der Elternschule mit den Piloten Tim-Michel und seinem Papa Thorsten. Als langsamster schlich der orientalische Großwesir Babou auf einem fliegenden Teppich über die Strecke. Der war so langsam, dass sich ein paar Kinder erbarmten und ihn anschoben. Dafür war er mit seiner Verkleidung zweifellos der Publikumsliebling.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.