Teufelskisten kämpften um den Phoenix-Cup

Die Fahrerinnen des Mädchentreff-Teams machen sich startklar für die Fahrt mit ihrer Kiste „Leopardy“. Foto: sl

Seifenkistenrennen im Phoenix-Viertel

Furchterregend gefletschte Zähne, Teufelsmasken, markige Sprüche. Die „Rennwagen“, die beim ersten Phoenix-Cup starteten, hatten optisch alles, was einen echten Sieger ausmacht. Acht selbst gebaute Seifenkisten standen auf der Startposition vor der Schule Maretstraße. Eigentlich waren es neun, aber bei einem Wagen versagten schon vor dem Start die Bremsen – „da musste die Rennleitung eingreifen“, sagte Starthelfer Roland Röbnak.
29 Kinder aus dem Viertel und aus benachbarten Harburger Jugendeinrichtungen hatten die Herbstferien genutzt, um Seifenkisten zu bauen. Die meisten hatten sich für einen Fertigbausatz entschieden. „Aber da stimmte gar nichts dran“, sagte der 13-jährige Vincent. „Wir mussten alles noch mal nachbearbeiten.“ Das Resultat: eine ferrarirote Teufelskiste.
Auch die Mannschaft vom Mädchentreff Harburg hat auf einen Bausatz zurückgegriffen. Mehr Zeit als das Zusammenbauen erforderte allerdings das Bemalen der fertigen Kiste. „Wir haben unserem Rennwagen Leopardenflecken aufgemalt, weil das so schnelle Tiere sind“, erklärte Rumeyza (10). Damit dann aber so richtig durchzustarten, fanden die sieben Mädchen aber doch ein bisschen unheimlich. „Am Anfang habe ich ein bisschen Angst gehabt“, gibt Alexia zu. „Das ist so schnell und man sitzt so tief unten.“
Für Florian und Noah war die sanfte Steigung der Baererstraße allerdings „Kinderkram“. Die beiden 13-jährigen Freunde aus Eißendorf hatten in den Ferien ihre Väter mobilisiert und ihre Seifenkiste aus alten Fahrrad- und Motorradreifen selber zusammengebaut.
„Unsere Väter haben das Metallgestell nach unserer Idee zusammen geschweißt und uns dann bei dem Rest geholfen“, erzählte Florian. Leider war ihre Seifenkiste zu breit für die Startrampe. Also mussten die beiden Freunde wie beim Bobfahren starten. Einer schob an und sprang dann schnell in den fahrenden Wagen hinein. Diese Taktik war erfolgreich. Ihre Seifenkiste erreichte 23 Stundenkilometer – gemessen von der Polizei. Damit räumten Florian und Noah den Siegerpokal ab.
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