Spektakuläre Abschiedsfeier

Nach 27 Jahren als Schulleiter der Schule Grumbrechtstraße geht Rainer Kühlke jetzt in den Ruhestand. Foto: sl

Rainer Kühlke, seit 27 Jahren Leiter der Schule
Grumbrechtstraße, ist in den Ruhestand gegangen

Von Sabine Langner.
„Ich hatte mächtig Schiss vor diesem Tag, aber es war wunderschön!“ Ein bisschen erschöpft, aber sichtbar erleichtert, geht Rainer Kühlke (67) durch die Aula der Schule Grumbrechtstraße und plaudert mit Gästen. Hinter ihm liegt ein langer Tag des Abschieds. Nach 27 Jahren als Leiter der Schule Grumbrechtstraße verabschiedet er sich in den Ruhestand. Für ihren Chef haben die Kollegen eine spektakuläre Abschiedsfeier organisiert.
Mehr als 500 aktuelle und ehemalige Schüler, Eltern, Kollegen und Weggefährten versammelten sich in der Ebert-Halle. Es wurde gesungen, getanzt, gedichtet und Theater gespielt. „Ich bin absolut hingerissen, was die Kinder und die Kollegen auf die Beine gestellt haben“, schwärmt Rainer Kühlke. „Es gab einen sensationellen Chor, tolle kleine Theaterstücke, und völlig erschlagen war ich von den drei Vorschulgruppen. Das ist ein so chaotischer Haufen. Viele Kinder können gar kein Deutsch. Einen solchen Auftritt über unser Schulethos hätte ich denen niemals zugetraut. Aber sie waren klasse!“

Nachfolger Arnd Paasch

Dass es auch ohne ihn weiter geht, ist die Botschaft, die Rainer Kühlke gern den Eltern und Schülern für die Zukunft mit auf den Weg geben will. Mit Arnd Paasch steht ein Nachfolger in den Startlöchern, der all die Besonderheiten der Schule weiter führen möchte.
„Das ist schon ein großes Erbe,“ sagt der 52-Jährige, der bereits von 1991 bis 1995 hier als Lehrer gearbeitet hat. „Mich reizt diese Schule sehr“, sagt Arnd Paasch. „Mein Herz schlägt für Inklusion. Ich bin überzeugt von dem Konzept der jahrgangsübergreifenden Klassen, und ich bin begeistert von dem sechsjährigen Schulversuch. Rainer Kühlke hat hier mit den Kollegen ein tolles Konzept entwickelt, und ich werde alles tun, dass sich das auch weiterentwickelt.“
Nach dem offiziellen Teil in der Ebert-Halle trafen sich noch gut 100 Gäste in der Aula der Schule. Mit dabei auch der Stadtteilpolizist Uwe Rose. „Ich verfolge Heimfeld schon seit Jahren, Was hier in den letzten 20 Jahren passiert ist, ist unglaublich. Das verdanken wir auch Rainer Kühlke. Dass er jetzt geht, ist als würde man die Ebert-Halle abreißen.“
Aber so richtig weg ist Rainer Kühlke ja nicht. „Zwei Monate lang mache ich gar nichts“ sagt er. „Mal sehen, ob ich das aushalte.“ Anschließend startet er neu durch mit einer Beratungsfirma für Schulen.
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