SPD Harburg und der Hochzeitssaal

Die Harburger SPD-Fraktion hat wegen der Affäre um den von der Firma Platinum Event Center geplanten Hochzeitssaal in der Lauterbachstraße Martin Celik aus ihren Reihen ausgeschlossen. 16 Abgeordnete stimmten für den Rauswurf, nur zwei dagegen. Celik war bis vor kurzem Geschäftsführer des Platinum Event Centers und hatte für die SPD als zugewählter Bürger in Ausschüssen mitgewirkt.
Bei der anstehenden Bezirkswahl im Mai ist er SPD-Spitzenkandidat im Wahlkreis Harburg/Neuland. Das will er auch bleiben, ein Verzicht kommt für ihn nicht in Frage. „Ich bedaure den Beschluss, der auf Grundlage eines strittigen Sachverhalts zustande gekommen ist. Gleichwohl werde ich einen engagierten Wahlkampf als Spitzenkandidat im Wahlkreis 1 des Bezirks Harburg führen“, teilte Martin Celik mit.
Harburgs SPD-Kreisvorsitzender Frank Richter meint: „Dass die Sache eine Belastung für die SPD-Bezirksfraktion und auch für die Harburger SPD darstellt, liegt auf der Hand. Es ist zumindest der öffentliche Eindruck einer Vermischung von politischer und wirtschaftlicher Tätigkeit entstanden. Wenn man im selben Bezirk politisch tätig ist, in dem man auch beruflich angesiedelt ist, muss jeder Eindruck vermieden werden, dass dort eine Verbindung hergestellt wird – unabhängig davon, ob tatsächlich eine solche Verbindung besteht.“

Am Sonnabend, 29. März, wählen die zerstrittenen Harburger
Sozis im Landhaus Jägerhof ihren Kreisvorsitzenden. Zwei Kandidaten stehen zur Wahl: Amtsinhaber Frank Richter und Herausforderer Matthias Czech. Matthias Czech hat auf Fragen zum Thema "Martin Celik" übrigens nicht geantwortet.
Die Entscheidung wird knapp. „So schlimm wie jetzt war es noch nie. Früher haben wir uns um Inhalte gestritten, jetzt geht es nur noch um Posten“, hadert der frühere Kreisvorsitzende Harald Muras.
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