Spaß am Singen?

Pastorin Regina Holst (l.) und Musiktherapeutin Roswitha Schneider wollen sich mit ihrem Musikprojekt „Lieder wie Brücken“ um demenzkranke Menschen im Pflegeheim An der Rennkoppel kümmern. Foto: pr

Beim Projekt „Lieder wie Brücken“ singen ehrenamtliche Helfer
mit demenzkranken Menschen - Freiwillige gesucht!

In Hamburg sind über 23.000 Menschen an Demenz erkrankt. Viele leben in Pflegeheimen. Bei Pflegen & Wohnen Heimfeld, An der Rennkoppel, kümmert man sich um 235 Demenzkranke. Ab Ostern soll die Betreuung hier mit Hilfe des Projekts „Lieder wie Brücken“ ausgebaut werden. Dafür fehlen noch ehrenamtliche Helfer.
Was ist geplant? Menschen, die selber gerne singen, sollen darin ausgebildet werden, Menschen mit Demenz zu besuchen und mit ihnen und für sie zu singen. „Musik gilt als der Königsweg in der Demenz“, sagt Pastorin Regina Holst, Initiatorin des Projekts „Lieder wie Brücken. „Wer mit dementen Menschen arbeitet, erlebt, wie viele von ihnen mit Liedern erreicht werden können, während jedes gesprochene Wort ohne Resonanz verklingt.“
Wer kann mitmachen? Regina Holst: „Interessenten sollten gerne singen, egal ob unter der Dusche oder im Chor, und sie sollten bereit sein, sich auf Menschen mit Demenz einzulassen.“ Musiktherapeutin Roswitha Schneider und Pastorin Regina Holst werden die Freiwilligen aus- und fortbilden. Der wöchentliche Zeitaufwand beträgt rund zwei Stunden. Die Zusage der „Sänger“ gilt erst einmal für zwölf Wochen. Anschließend entscheiden sich die Beteiligten, ob sie ein Jahr weiter dabeisein möchten.
Wie wird der Kontakt zu den an Demenz Erkrankten hergestellt? Regina Holst: „Als Musiktherapeutin in der Einrichtung kennt Roswitha Schneider die Betroffenen und weiß auch, wen wir mit Musik erreichen können. Sie und ich werden gemeinsam die ‘Paarungen’ zusammenstellen. Eine von uns wird beim ersten Treffen zwischen Sänger und Besuchtem auch dabeisein.“
Warum werden nur Bewohner im Pflegeheim An der Rennkoppel besucht? „Weil wir dort die Menschen kennen und gut aussuchen können, wer wen besuchen soll. Grundsätzlich ist eine Ausweitung angedacht, und begründete Ausnahmen sind möglich.“
Am Dienstag, 5. Februar, stellen Regina Holst und Roswitha Schneider ihr Projekt „Lieder wie Brücken“ um 17 Uhr in den Seminarraum von Pflegen & Wohnen Heimfeld vor. Wer dann keine Zeit hat, erreicht Pastorin Holst unter S 77 57 57. Die Ausbildung startet Ende Februar.
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