Sommerfest im Hospiz

Palliativmediziner Dr. Christoph Lenzen (l.) mit Vertretern aus Kuratorium, Fachbeirat und Hospizleitung beim Planungstreffen für das Sommerfest. Foto: pr

Tag der offenen Tür am Sonnabend, 16. Juli, von 11 bis 17 Uhr

Am Sonnabend, 16. Juli, findet im Langenbeker DRK-Hospiz am Blättnerring von 11 bis 17 Uhr ein großes Sommerfest statt. Eingeladen zu diesem Tag der offenen Tür sind Interessierte, Freunde und Förderer sowie alle Harburgerinnen und Harburger. Das vielfältige Programm für Jung und Alt steht unter dem Motto „Mit allen Sinnen genießen“.  Beim ersten Sommerfest im vergangenen Jahr kamen rund 800 Besucher. „Jetzt dürfen es gerne noch mehr werden“, sagt Hospiz-Leiterin Britta True.
Das Hospiz bietet Einblicke in die Begleitung schwerstkranker Menschen am Lebensende. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Essen. Lieblingsspeisen erhöhen das Wohlbefinden, verschaffen Genuss und haben viel mit bewussten und unbewussten Erinnerungen zu tun . Von sehr großer Bedeutung im Hospiz ist auch die Schmerztherapie.

Zeit für Gespräche

„Niemand sollte am Lebensende unter starken Schmerzen leiden müssen.  Im Austausch mit dem Pflegeteam und Angehörigen versuchen wir, diese so gut wie möglich zu lindern“, erklärt der Palliativmediziner Dr.  Christoph Lenzen . Ein enger Kontakt zum Patienten, Zeit für Beobachtung und Gespräche gehören ebenso dazu wie ein zielgenauer Einsatz von Medikamenten. Auch alternative Therapien wie die Aromatherapie oder die Klangschalen-Massage werden im DRK-Hospiz ergänzend angeboten und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden Schwerstkranker aus. „Dabei geht es viel um menschliche Wärme, die einfach gut tut“, erklärte Hospiz-Leiterin Britta True.
Hintergrund: Im Dezember 2013 ging die juristische Auseinandersetzung um das DRK-Hospiz im Blättnerring zu Ende. Die Klage eines Anwohner-Ehepaares gegen das Hospiz hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts  Hamburg ist ein Hospiz auch in einem Wohngebiet zulässig.
Das DRK-Hospiz verfügt über zwölf Zimmer, alle in unterschiedlichen Farben gehalten, 20 bis 22 Quadratmeter groß und mit  Balkon oder Zugang zur Terrasse. Alle Zimmer sind mit TV, Radio/CD, WLan und einen bequemen rollbaren Ohrensessel eingerichtet.  Um Krankenhausatmospäre zu vermeiden, gibt es keine weiße, sondern bunte Bettwäsche. Angehörige können zu Besuch kommen so oft und wann sie wollen. 
Mehr als 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, geschult vom DRK und dem Hospizverein, unterstützen das 25-köpfige Hospizteam tatkräftig. Für die Gäste entstehen für den Aufenthalt im Hospiz keine Kosten – diese werden zu zehn Prozent vom Harburger Roten Kreuz als Träger sowie zu neunzig Prozent von den Kranken- und Pflegekassen übernommen.

Spenden
erforderlich

Rund 250.000 Euro muss das DRK-Harburg jedes Jahr aus Spenden aufbringen. Um hier zu helfen, hat sich ein Freundeskreis gegründet. Dessen MItglieder unterstützen das Hospiz mit einer regelmäßigen Spende ab zehn Euro im Monat.
Ansprechpartnerin für den Freundeskreis ist Dirka Grießhaber (DRK Harburg), 
Tel 766 092 66, E-Mail d.griesshaber@drk-hh-
harburg.de
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