So schick könnte die Seevepassage sein

Sieht schick aus, wird vermutlich aber immer nur eine Idee bleiben: eine Freitreppe, die den Harburger Ring mit dem Rieckhofplatz verbindet. Denn ohne Abriss des Harburg Centers kann dieser Entwurf nicht umgesetzt werden. Foto: ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH

Entwurf des Berliner Büros Annabau gewinnt Wettbewerb –
Freitreppe zwischen Rieckhofplatz und Harburger Ring
nur nach Abriss des Harburg Centers möglich

Die Entscheidung ist gefallen. Die Seevepassage wird nach dem Konzept des Berliner Planungsbüros Annabau umgestaltet. Sie soll ein mehrfarbiges Streifenmuster erhalten. Auch Wände, Decken und Bodenbeläge sollen neu gestaltet werden. „Mit dem Umbau kann aller Voraussicht nach ab 2017 begonnen werden“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak. Dafür stehen rund 900.000 Euro zur Verfügung, die der Phoenix-Center-Betreiber ECE zahlen muss. Im Zuge der Erweiterung des Centers war dies ausgehandelt worden.
Die Seevepassage liegt mitten in der Harburger City. Der öffentliche Raum wirkt abgeliebt und ungepflegt, manche Ecken dienen als Freiluftklo. Dem Tunnel zur Lüneburger Straße helfen auch keine teuren Lichtinstallationen.
Zuschütten wäre hier eine Alternative, die aber für Politik und Verwaltung nicht in Frage kommt.
Um die Seevepassage aufzuwerten, so heißt es im Verwaltungsdeutsch, konnten fünf Planungsbüros Ideen aufzeigen und Vorschläge machen. Geplant wurde nicht nur hinter verschlossenen Türen. Im Rieckhof fanden drei öffentliche Gesprächsrunden statt. Letztlich entschied sich die Jury, der Landschaftsplaner und Städtebauer, Verwaltungsvertreter, ein ECE-Vertreter sowie Kommunalpolitiker angehörten, einstimmig für den Entwurf des Berliner Büros.
Zusätzlich zum so genannten „Realisierungsteil“, der die oben geschilderten Umbauten vorsieht, machten die Annabau-Planer im „Ideenteil“ auch weitere Vorschläge. So könnte das marode Harburg Center abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Eine große Freitreppe könnte Rieckhofplatz und Harburger Ring verbinden.
Bettina Maak: „Die Umsetzung der Freitreppe hängt maßgeblich vom Engagement des jetzigen oder eines zukünftigen Eigentümers des Harburg Center ab.“
Im Klartext: Ohne Abriss des Harburg Centers wird es keine Freitreppe geben.

Anwohner-Stimme
Was hält Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen von den Plänen? „Die Entscheidung der Jury für den Entwurf von Annabau begrüße ich sehr! Die Planer setzen sehr realis-tisch an den wichtigsten Problemzonen der Seevepassage an.
Sie verbinden Machbarkeit mit einem unverwechselbaren Design.
Das lebendige Potential dieser Passage wird so wieder hervorragend zur Geltung gebracht werden. Ich hoffe auf eine zügige Umsetzung - auch was die Pläne für eine große Freitreppe mit einem
neuen Gebäude am Eingang zum Gloriatunnel anbelangt.“
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Petra Weinstein aus Harburg | 01.08.2016 | 17:19  
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