So sah der Sand früher aus

Geschichte zum Anschauen: Andrea Detlefsen (Mimi Kirchner, v.l.), Katharina Sinnigen (BID), Melanie-Gitte Lansmann (Citymanagement), Mario Schuler (BID) , Bernd Meyer (Citymanagement) und Gerd Blockhaus (Marktbe-schicker) stellten die Bilder vor. Foto: pr

Historische Ansichten verschönern die Schaufenster an der Westseite der Marktfläche

Von Gaby Pöpleu.
An der Westseite des Sandes schmücken jetzt historische Ansichten Schaufenster am Rand der Marktfläche – eine
Initiative der Markthändler und des BID Sand-Hölertwiete.
Seit Jahren stehen einige Teile des Erdgeschosses an der Westseite des Sandes leer, dort, wo früher die Blumenfläche war. Die ungenutzten Flächen neben der Videotek sind in die Jahre gekommen, die großen Fensterscheiben unansehnlich – ein optischer Schandfleck für ein lebendiges Stadtzentrum, fanden viele Harburger. Bis das geplante neue Gebäude an der Westseite entsteht (das Elbe Wochenblatt berichtete), schmücken fünf historische Ansichten der Harburger Marktfläche die Wand.
Zu sehen ist der Sand wie er früher aussah: 1907 mit Kopfsteinpflaster und Pavillons in der Mitte, 1910 mit einer Straßenbahn der Linie 33, 1925 und in den 1980-er Jahren, als lebendiges Markttreiben das Bild beherrschte. Die älteren Motive stammen von Harburger Postkarten aus der Privatsammlung von Stefan Rather, das Motiv aus den 80ern von einer Postkarte von Heino Allgeier.
Die Idee entstammt den Überlegungen zu einer Neugestaltung der Internet-Seite des BID Sand (siehe Kasten). Immerhin gibt es den Harburger Wochenmarkt auf dem Sand schon seit 1614. Damit ist er der älteste in Hamburg. „Da passt etwas Historisches sehr gut“, findet Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann.
1.800 Euro haben die Bilder gekostet, einschließlich der grafischen Bearbeitung für die großen Wände. Bezahlt haben das je zur Hälfte das BID und die Marktbeschicker, die zu diesem Zweck Geld aus dem RISE-Programm für die Harburger City beantragt hatten.


BID und RISE
Das Business Improvement District (BID) ist eine kanadische Erfindung aus den 80er-Jahren. Das Ziel: Grundeigentümer sollen mit Politik und Verwaltung sowie mit professioneller Unterstützung ihren Standort aufwerten. Sind zwei Drittel der Grundeigentümer für die Einrichtung eines BID, werden alle gesetzlich verpflichtet, sich an den Kosten der Maßnahmen zu beteiligen.
RISE ist das Kürzel für „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ in Hamburg. Zu den RISE-Gebieten gehören auch Teile der Harburger Innenstadt. Sie werden – auch mit Geld – von der Stadt besonders gefördert, damit sie sich besser entwickeln können.

BID Sand/Hölertwiete
c/o Citymanagement
Harburg
Lüneburger Straße 33
Tel 32 00 46 96
❱❱ www.bid-sand.de
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