Skurrile Sekten-Serie

Sektensekretärin Eva (Franciska Friede) bringt Ordnung ins chaotische Leben ihrer Chefs David (Nick Buckenauer, l.) und Jacob (Sebastian Droschinski). Foto: pr

Komödie „Kumbaya“: Im Hamburger Süden gedreht,
auf YouTube zu sehen

Von Anna Sosnowski.
Die Idee ist so verrückt wie gewinnbringend: Während einer durchzechten Nacht erfinden die beiden Freunde David und Jacob eine neue Religion. Ihre Gemeinde soll sich im Internet treffen und vor allem eines tun: fleißig spenden! Das Konzept „Seelsorge gegen Kollekte“ geht auf. Weil David und Jacob jedoch viel lieber kiffend auf dem Sofa sitzen, als sich um ihre Schäfchen zu kümmern, stellen sie Eva ein.

Tischler Jésus soll
die Kirche bauen

Sie beantwortet fortan als Sektensekretärin alle Lebensfragen per E-Mail. Und engagiert den Tischler Jésus, der ihren kreativen aber faulen Chefs eine Kirche bauen soll.
Diese skurrile Geschichte haben sich Nick Buckenauer (26) aus Harburg und Sebastian Droschinski (27) aus Wilhelmsburg ausgedacht. Ihre neunteilige Comedy-Serie „Kumbaya“ ist seit Kurzem auf dem Video-Portal YouTube zu sehen.
Die beiden Schulfreunde schrieben das Drehbuch, produzierten die Serie und schlüpften in die Rollen der Protagonisten. Das Format der Serie ist an amerikanische Sitcoms angelehnt, ein Großteil der Szenen spielt in einem Raum. „Wir wollten mit wenig Aufwand und wenig Sets eine coole Geschichte erzählen“, erklärt Buckenauer. Gedreht wurde hauptsächlich in der Wohnung seiner Mutter im Hamburger Süden – aus Kos-tengründen, denn die Produktion musste weitgehend ohne Geld auskommen. Für das Allernötigste kratzten Buckenauer und Droschinski ihre letzten Ersparnisse zusammen. Das 40-köpfige Team arbeitete in seiner Freizeit. „Keiner hat zwischendurch den Glauben an das Projekt verloren“, freut sich Droschinski. „Da ist ganz viel Herzblut von allen drin.“
Nachdem die Postproduktion rund ein Jahr gedauert hat, freuen sich die Drehbuchautoren jetzt, ihr Werk endlich Zuschauern präsentieren zu können. Sie hoffen auf viele Kommentare, auch wenn sie etwas nervös sind. „Ich hoffe die Witze funktionieren“, sagt Buckenauer.
Die jungen Filmemacher wollen aber nicht nur Zuschauer auf sich aufmerksam machen. „Die Cinderella-Story wäre es, wenn jemand die Serie sieht und mit uns kooperieren will“, sagt Droschinski. An Ideen für Folgeprojekte mangelt es den beiden nicht. Sie arbeiten bereits an einem Spielfilm.
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