"Sibrirische Toiletten am Beutnerring?"

Am Marmstorfer Beutnerring wurden Fahrradbügel aufgebaut. Foto: sl

Neue Stahlbügel an Bushaltestelle sollen Fahrradfahren fördern

Sabine Langner, Harburg
Monika Carstens aus Marmstorf wundert sich. Vor einigen Wochen wurden direkt an der End-Bushaltestelle des 245er am Beutnerring stählerne Bügel in den Boden eingelassen. „Da eine Verwendung dieses merkwürdigen Objektes an dieser Stelle für mich nicht ersichtlich ist, vermute ich, dass es sich hierbei um die erste in Marmstorf erstellte Toilette handelt“, schreibt die Wochenblatt-Leserin. „Es fehlen lediglich zwei Stöckchen um die „sibirische Toilette“, zu vervollständigen. Oder ist es nur die Versenkung von Steuergeldern?“, fragt sich Monika Carstens.
Keinesfalls. Die Stahlbügel sind Teil des Hamburger 1.000-Bügel-Programms für das sichere Anschließen von Fahrrädern. „Hamburg ist Spitzenreiter in Deutschland beim Thema geklaute Fahrräder“, sagt Petra Schulz, Sprecherin des Bezirksamtes. Untersuchungen hätten ergeben, dass dies auch daran läge, dass es so wenige Möglichkeiten gibt, wo die Radler ihre Fahrräder sicher anschließen könnten. Um hier Abhilfe zu schaffen, stellt ganz Hamburg jedes Jahr knapp 500.000 Euro zur Verfügung, um stabile Bügel in den verschiedenen Bezirken aufzubauen.
Die Vorschläge für die Standorte der Fahrradbügel kommen von der Polizei, den Wegewarten der Stadt, der Sicherheitskonferenz und auch von Bürgern. „2011 haben wir knapp 40.000 Euro aus diesem Topf für die Bügel ausgegeben“, so Petra Schulz weiter. „Schwerpunkte sind unter anderem auch Bushaltestellen. Gerade im Jahr der Umwelthauptstadt, wollen wir die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und das Fahrradfahren fördern.“
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