Serie: Harburger kommen zu Wort: „Überall nur Schuhgeschäfte"

Iris Webster wohnt sehr gern in Harburg. Foto: sl

Was halten Harburger von ihrem Bezirk? Das Wochenblatt fragt nach. Heute bei: Iris Webster

Nach Stationen in Barmbek, Malente, Wolfsburg, Braunschweig und Wilhelmsburg landete die 43-jährige Iris Webster 1990 in Marmstorf. „Hier möchte ich auch gern bleiben“, strahlt die Friseurmeisterin, die im Marmstorfer Einkaufszentrum einen kleinen Salon leitet. „Ich mag an Harburg und noch viel mehr hier an Marmstorf den Kleinstadtcharakter. Man kennt sich und alles ist sehr persönlich.“
Der liebste Platz in Harburg ist für die Mutter eines elfjährigen Sohnes „eine Wiese gleich neben dem Fußballplatz an der Außenmühle. Dorthin verirren sich nicht so viele Spaziergänger und mit den vielen Bäumen ist es dort wunderschön. Hier kann ich herrlich abspannen und lesen.“
Noch lieber fährt die passionierte Reiterin mit Sohn und Hund allerdings in die Nordheide nach Handeloh. Dort steht das Familienpferd. „Mein Sohn mag zwar nicht so gern reiten, aber dafür das Pferd von der Weide holen. Und unser junger Hund ist völlig aus dem Häuschen, wenn wir alle zusammen sind“, sagt sie.
Schade findet Iris Webster die Entwicklung in der Harburger Innenstadt. „Das Ladengemisch stimmt dort nicht mehr“, sagt sie. „Überall nur Schuhgeschäfte, Bäckereien und Handyläden. Da hat man ja gar keine andere Wahl als ins Phoenix-Center zu gehen. Obwohl ich es toll fände, wenn es in Harburg eine Alternative gäbe. Ich finde es dort fürchterlich unübersichtlich und überall riecht es nach Essen. Manchmal ist es schwer, meinen Sohn von all den verführerischen Düften wegzuziehen.“
Prima hingegen findet Iris Webster die Harburger Stadtteilschule. „Das ist eine unglaublich engagierte Schule. Natürlich gibt es da viele Schüler und auch entsprechend viele Probleme, aber die Kommunikation mit den Eltern stimmt. Und es ist super, dass dort so viele gute Sozialpädagogen arbeiten. Wenn man lange genug etwas sucht, kann man immer etwas zum Nörgeln finden. Ich wohne sehr gern in Harburg und es geht mir und meiner Umwelt besser, wenn ich zufrieden bin.“
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