Serie: Harburger kommen zu Wort

Florian Engelmann mag Harburg, weil „hier so viel los ist“. Foto: sl (Foto: Foto: sl)

Was halten Harburger von ihrem Bezirk? Das Wochenblatt fragt nach. Heute bei: Florian Engelmann

Von Sabine Langner.
Seit drei Jahren wohnt Florian Engelmann in Harburg. Für ihn der Sprung in die große, weite Welt. „Ich bin in einem kleinen Ort mit 2.000 Einwohnern im Weser-Bergland in der Nähe von Hameln aufgewachsen“, erzählt der 25-jährige Augenoptiker. „Dagegen ist Harburg schon eine Großstadt mit allen Vor- und Nachteilen.“
Ganz oben auf der Positiv-Liste für Harburg steht für Florian Engelmann das pralle Leben. „Hier ist viel mehr los“, schwärmt er. „Das Bolero, die Lämmertwiete, der Beachclub im Binnenhafen und überhaupt dieses viele Wasser überall. Ich mag es sehr, im Binnenhafen und auch an den Landungsbrücken spazieren zu gehen. Dort, wo ich herkomme, sieht man ja höchstens Berge.“ Toll findet Florian Engelmann auch das riesige Kulturangebot in Hamburg. „Ich gehe gern mal in die Oper oder ins Musical. Das kann man hier ja ganz prima.“
Toll findet er auch, dass man trotz Großstadt in wenigen Minuten auf dem Land ist. „Und am besten ist natürlich, dass ich hier meine große Liebe gefunden habe“, lächelt der begeisterte Handballspieler.
Genervt ist der Neu-Harburger allerdings von den Umgangsformen vieler Harburger. „Es passiert hier ständig, dass ich dumm angequatscht werde, wenn ich mit meiner Freundin nach Hause gehe“, sagt er. „Ich habe sie im Arm oder gehe mit ihr Händchen haltend, und uns kommen Jungs entgegen, die sie anmachen mit Sprüchen wie: „Hey Puppe, komm mal her!“. Wenn ich mich dann aufrege, drohen mir diese Jungs gleich Schläge an.“ Auch sei die Kriminalität in Harburg unvergleichlich viel höher als in seinem Heimatort. „Direkt vor meiner Haustür in der Bremer Straße ist im letzten Jahr dieser Junge abgestochen worden. Das hat mich schon geschockt.“
Langfristig kann sich der junge Optiker gut vorstellen, auch mal auf der anderen Seite der Elbe zu wohnen. Das Schanzenviertel oder Ottensen würden ihn reizen, „weil mir dieses bunte Flair und diese Streetart gut gefallen“, sagt er.
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