Schulversuch ist ein voller Erfolg

Rainer Kühlke, Schulleiter der Schule Grumbrechtstraße, freut sich über das erfolgreiche erste Jahr des neuen Schulversuches. Foto: sl
Sabine Langner.
Seit 2010 geht die Grundschule Grumbrechtstraße neue Wege. Hier können die Kinder erstmals sechs Jahre gemeinsam lernen, bevor sie auf eine weiter führende Schule geschickt werden. An insgesamt vier Hamburger Schulen wird dieses auf zehn Jahre Modell getestet.
„Nach der vierten Klasse hatten wir von den rund 60 Kindern, die hier bleiben wollten, vier mit einer Gymnasialempfehlung“, sagt Schulleiter Rainer Kühlke. „Nach der 6. Klasse hatten wir 16 Kinder, die wir auf das Gymnasium schicken konnten. Mit einer so hohen Zahl hätten wir nie gerechnet, aber es freut uns natürlich außerordentlich.“
Nicht nur die Zahlen sprechen für einen Erfolg, auch die weiter führenden Schulen, reagieren durchweg positiv. „Wir haben Rückmeldungen von den Eltern und auch von den Lehrern der anderen Schulen, und alle sagen, dass unsere Kinder hervorragend vorbereitet sind“, freut sich Rainer Kühlke.
Gleichzeitig wirbt er für das neue System. So sei es in fast anderen Ländern üblich, die Kinder sechs Jahre zusammen zu lassen. Nur in Deutschland und in Teilen Österreichs halte man an dem alten vierjährigen System fest. Dabei lägen doch die Vorteile klar auf der Hand, ist der Schulleiter überzeugt. „In Jahrgang vier sind die Kinder in der Regel zehn Jahre alt. In diesem Alter haben sie noch eine ganz starke Bindung an Eltern und Lehrer“, erklärt er. „Wenn man sie in dieser Phase auf eine andere Schule schickt, dann haben sie auf einen Schlag neue Lehrer, neue Klassenkameraden und neue Räumlichkeiten. Kein Wunder, dass so viele dann erst mal absacken. Sie sind ja noch gar nicht bereit für einen Neustart.“
An der Schule Grumbrechtstraße wird auch anders unterrichtet. Die Fächer Englisch, Deutsch und Mathe folgen den konventionellen Regeln. Alle anderen Fächer werden in so genannten Projektgruppen abgearbeitet. Dafür bekommen die Kinder ein Thema, beispielsweise Wald, und das beleuchten sie dann von allen Seiten. Auf diese Weise können die Fächer Geografie, Sachkunde, Biologie, Physik und Chemie locker mit integriert werden.
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2 Kommentare
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Manfred Hagel aus Harburg | 11.09.2012 | 20:46  
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Manfred Hagel aus Harburg | 21.09.2012 | 23:15  
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