Schule Maretstraße startet Projekt "Ausbildungsbrücke"

In der Regel beraten die Paten „ihren“ Schüler ein bis zwei Stunden pro Woche. Stehen gerade Bewerbungen an, kann es auch etwas mehr sein. Foto: pr (Foto: Foto: pr)

Paten begleiten Schüler auf dem Weg ins Berufsleben - dringend ehrenamtliche Paten gesucht

Der Start ins Berufsleben kann schon mal holprig sein. An der Schule Maretstraße soll jetzt das Projekt „Ausbildungsbrücke“ verhindern, dass Schüler auf diesem Weg ins Straucheln geraten. Von der Berufswahl, der Suche nach dem richtigen Praktikumsplatz, dem Bewerbungstraining bis zur Findung der passenden Lehrstelle – Paten der Ausbildungsbrücke stehen den Schülern zur Seite.
Angestoßen hat das Projekt Heiner Orgass, Lehrer an der Schule Maretstraße. Er stellte den Kontakt zur bundesweit tätigen Ausbildungsbrücke, einer Initiative der Diakonie, her.
Wie funktioniert die Ausbildungsbrücke? Schüler und Schülerinnen ab der achten Klasse können sich um einen ehrenamtlichen Paten bewerben. Bewerben? „Wenn ein Schüler noch nicht gelernt hat, an einem bestimmten Ort zu bestimmten Zeit zu sein und sich entzieht, ist ein Erfolg nicht möglich. Dieses klären wir in einem Vorgespräch ab“, erläutert Reinhard Klein (Ausbildungsbrücke). „Es hat sich gezeigt, dass gute Erfolge erzielt werden können, wenn die Jugendlichen sich mindestens drei Monate regelmäßig mit dem Paten treffen.“
Die Schule Maretstraße hat eine 7./8. Klasse als Vorbereitungsklasse sowie zwei 9. Klassen und eine 10. Klasse. Viele Schüler haben ausländische Wurzeln, nicht wenige stammen aus einem schwierigen Familienumfeld. Der Bedarf an Paten ist groß.
Das Problem: Für die Schule Maretstraße gibt es bislang nur einen einzigen Paten. Reinhard Klein: „Wenn wir für den Start fünf Paten bekommen, wäre es schon klasse, zehn wären besser und mit 15 können wir auch die Stadtteilschule Harburg mitversorgen.“
Wer kann Pate werden? Ganz „normale“ Menschen, also keine Profis im Bereich Beratung und Coaching. „Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dass den Jugendlichen Menschen begleiten, die keine Pädagogen sind, nicht nach Schule oder Elternhaus ‘riechen’“, so Reinhard Klein.
Wie hoch ist der Zeitaufwand? In der Regel ein bis zwei Stunden pro Woche. In einer aktuellen Bewerbungsphase kann es mal etwas mehr sein, Geplant ist, dass die Paten sich einmal wöchentlich mit ihrem Schützling treffen, in der Schule oder an einem neutralem Ort, wie zum Beispiel in der Bücherhalle.

Auskünfte gibt’s unter
www.ausbildungsbruecke.de
Kontakt: Reinhard Klein
Telefon 248 25 138
Klein@Patenmodell.de
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