Schüler schreiben ganz freiwillig Diktate

Das Team des Friedrich-Ebert-Gymnasiums im Treppenaufgang der Ida Ehre Schule: Lehrerin Heidi Aßmann (l.), Schüler Philipp Dreibrodt, daneben Professor Winfried Adelmann, dahinter Lehrer Michael Milde und zwei Elternvertreterinnen (gegen Uhrzeigersinn) . Philipp Dreibrodt war einer der Besten beim Probe-Diktatwettbewerb.. Foto: Claudia Höhne / Joachim Herz Stiftung

Friedrich Ebert Gymnasium trainiert für
Landes-Finale von „Hamburg schreibt“

Von Andreas Tsilis.
„Hefte raus, wir schreiben ein Diktat!“ Wem fuhr als Schüler nicht der Schrecken in alle Glieder, wenn man unvorbereitet zum Test gebeten wurde. Den Schülern, die nun zusammen mit Eltern und Lehrern bei „Hamburg schreibt“ teilnahmen, ging es überhaupt nicht so. Sie kamen freiwillig zum Probe-Diktatwettbewerb und „Trainingssamstag“ in die Ida Ehre Schule, um ihre Rechtschreibkenntnisse für das große Hamburg-Finale zu vertiefen oder aufzufrischen. Auch das Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) war mit zwei Lehrern, drei Elternpaaren und den Schülern Lydia Adelmann und Philipp Dreibrodt vertreten.

Sitzen bleiben ist
in Hamburg nicht möglich


Bevor man seine Rechtschreibkenntnisse, Fremdwortschreibung sowie Laut- und Buchstabenbeziehung unter Testbedingungen auf die Probe stellen konnte, mussten die Prüflinge einen Workshop absolvieren. „Verblasste Substantive“, „durchkoppeln“ und Zweifelsfälle der deutschen Sprache – selbst für FEG-Lehrerin Heidi Aßmann gab es dabei diverse knifflige Regeln, die von Trainerin und Sprachexpertin Melanie Kunkel vom Berliner Duden-Verlag in kürzester Zeit durchgepaukt wurden.
Trotz strammen Programms war die Stimmung alles andere als bierernst. Für den Lacher des Tages sorgte FEG-Begleiter Winfried Adelmann. Auf die Frage der Duden Sprachexpertin wie man „Sitzen bleiben“ schreibt, antwortete der Professor für Gesangspädagogik: „In Hamburg ist Sitzen bleiben nicht möglich.“
Nach der Korrektur des Diktats blieben die meisten allerdings dennoch sitzen – nur wenige der knapp 80 Teilnehmer durften stehen: Diese hatten keinen oder nur einen Fehler im Dikatat gemacht.
Zu den Besten gehörte auch Philipp Dreibrodt vom FEG. „Philipp hat sich über seinen Fehler am Schluss des Diktats sehr geärgert“, sagte Winfried Adelmann. Dennoch gab es am Ende nur zufriedene Gesichter. Selbst Professor Adelmann „war um einiges schlauer“.
Nach Ansicht von Heidi Aßmanns sorgt der Trainingssamstag gar für einen Motivationsschub: „Alle sitzen nun voller Begeisterung vor dem eigenen PC, um die Übungen als Vorbereitung auf das echte Diktat durchzugehen.“
Das Hamburg-Finale des Wettbewerbs findet am Donnerstag, 26. Februar, statt.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.