Schmuckstück "Alter Friedhof Harburg"

Sieht schick aus: Der Eingang von der Bunantwiete aus auf den Alten Friedhof. Foto: pr

Neue Eingangsbereiche fertig - Kosten: 360.000 Euro

Viele Wochen und Monate wurde auf dem Alten Friedhof an der Bremer Straße gewerkelt und gebuddelt. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen, der Alte Friedhof ist herausgeputzt. Bei einer Feierstunde im Frühjahr wird dies noch offiziell gewürdigt.
Hintergrund: Der „Erholungs- und Freizeitwert“ des Alten Friedhofs soll gesteigert werden. Darauf hatten sich das Bezirksamt, die Umweltbehörde, das Denkmalschutzamt und der Verein „Alter Friedhof Harburg“ verständigt. Das bedeutet: mehr Grünflächen, mehr Beleuchtung, mehr Bänke, bessere Sichtachsen. Im ersten Schritt wurden die Eingangsbereiche nach Plänen der Landschaftsarchitekten Breimann und Bruun umgestaltet. Außerdem wurden historische Grabmale restauriert, Gebüsche entfernt und Wege ausgebessert. Kosten: rund 360.000 Euro.
Insgesamt hatte die Stadtentwicklungsbehörde hierfür aber 690.000 Euro bereitgestellt. Was ist mit den restlichen 330.000 Euro? „180.000 haben wir für Grabmalpflege, für Baumfällungen und Rodungen, für Wege und für den Kampfmittelräumdienst ausgegeben“, erläutert Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring. Bleiben noch rund 150.000 Euro. Göhring: „Dieses Geld wird zweckgebunden für den Alten Friedhof eingesetzt.“
Eigentlich sollten alle Arbeiten auf dem Alten Friedhof bereits Weihnachten fertig sein. Wieso die Verspätung? „Es lag an den wegeeinfassenden Stahlteilen“, weiß Beatrice Göhring, „das sind Sonderanfertigungen, da gab es Lieferschwierigkeiten.“
Übrigens: Den ursprünglich vorgesehenen Eingang von der Brunsstraße zum Alten Friedhof wird es in den nächsten nicht geben.

Der „Alte Friedhof Harburg" ist eine sechs Hektar große öffentliche Grün- und Erholungsanlage, die vollständig unter Denkmalschutz steht. Eingeweiht am 20. August 1828, ersetzte er den zwischen 1591 und 1828 als Begräbnisplatz genutzten Kirchhof der heute nicht mehr existenten Kleinen Kirche am Sand und den Garnisonsfriedhof auf dem Schwarzenberg. Bereits bei seiner Entstehung gab es zur Erholung angelegte Grünflächen.
Auf dem Alten Friedhof sind Gräber bedeutender Harburger Persönlichkeiten zu finden. 1969 wurde der Friedhof geschlossen. In den nächsten Jahren sollen weitere Spiel- und Liegeflächen entstehen.
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