Schlittschuhlaufen auf dem Seeveplatz

In der Vorweihnachtszeit soll eine Eisbahn die Menschen auf den Seeveplatz locken. Animation: Ice Business (Foto: Ice Business)

Eisbahn in Harburg geplant

SABINE LANGNER, HARBURG
Eine Eisbahn mitten in Harburg. Schlittschuhlaufen, nebenbei einen Glühwein trinken und die Vorweihnachtszeit genießen. Von diesem Szenario träumen die Organisatoren des Harburger Weihnachtsmarktes seit Jahren. Allein so ein Spaß kostet mindesten rund 60.000 Euro. Geld, das die Organisatoren des Weihnachtsmarkts bisher nicht aufbringen konnte.
Jetzt haben sich das Marktkauf-Center, das Phoenix-Center und das Citymanagement Harburg zusammen getan und planen für die Vorweihnachtszeit eine rund 250 Quadratmeter große Eisbahn auf dem Seeveplatz. Über die Kosten und Details schweigt sich der verantwortliche Organisator, Volodymyr Kazmyruk, Chef des Marktkauf-Centers noch aus. Auch einen Antrag bei der Baubehörde gibt es noch nicht. Dafür aber ein konkretes Angebot der Firma Ice Business AG aus Berlin.
Dass Volodymyr Kazmyruk und seine Mitstreiter damit die Ströme der Einkaufswilligen noch weiter aus der Lüneburger Straße heraus und zum Seeveplatz hin leiten, will der Centermanager nicht gelten lassen. „Diese Eisbahn soll die Attraktivität von ganz Harburg steigern“, sagt er. „Es ist besser, die Menschen bleiben in Harburg, als dass sie zur Mönckebergstraße fahren.“
Auf ungeteilte Begeisterung stößt das Projekt nicht. „Natürlich wäre es toll, wenn wir den Weihnachtsmarkt mit einer Eisbahn bereichern könnten, sagt City Manager Matthias Heckmann. „Aber wenn die Alternative heißt keine Eisbahn, oder eine auf dem Seeveplatz, dann finde ich die Bahn dort toll.“ Ganz ähnlich äußert sich auch das Bezirksamt. „Das ist eine super Idee. Ob das gut für den Weihnachtsmarkt sein wird, wird sich zeigen“, sagt Pressesprecherin Petra Schulz.
Und auch bei der Weihnachtsmarkt-Organisatorin Anne Rehberg ist zwiegespalten: „Alles, was gut für Harburg ist und was Menschen hierher lockt, ist fein. Aber natürlich sind wir enttäuscht über den Standort. Jahrelang hieß es, wir haben kein Geld und wenn jetzt einer anfängt, Geld zu investieren, ziehen plötzlich alle nach.“ Sorgen macht der Eventmanagerin Rehberg auch die Entwicklung für Harburg. So hätte sie den Eindruck aus der geplanten Achse, die Karstadt und das Phoenix-Center verbinden sollte, würde immer mehr eine Wippe. „Und bei einer solchen Aktion fällt Karstadt klar hinten rüber“, sorgt sich Anne Rehberg.
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