Schlafplätze für Obdachlose

Winternotprogramm: In Hamburg stehen 700 Plätze zur Verfügung –
in Harburg bieten zwei Kirchengemeinden insgesamt vier Plätze an

Der Winter kommt bestimmt. Und mit ihm wächst wieder die Not der Obdachlosen, die in kalten Nächten Gefahr laufen, zu erfrieren. Über 1.200 Menschen leben in Hamburg auf der Straße. Im Rahmen des Winternotprogramms wurden von der Stadt jetzt bis Mitte April 2015 700 zusätzliche Schlafplätze für Obdachlose zur Verfügung gestellt. Vor einem Jahr waren es nur 250 gewesen.
„Die Erfahrungen aus vergangenen Winternotprogrammen haben gezeigt, dass nicht nur Hamburger Obdachlose das Angebot zum Schutz vor Erfrierung nutzen. Wir starten deshalb mit deutlich mehr Schlafplätzen als in den vergangenen Jahren“, sagt Sozialsenator Detlef Scheele.
Ist Obdachlosigkeit im Bezirk Harburg überhaupt ein Thema? „Wir haben auch in Bezirk Harburg obdachlose Menschen, die auf der Straße leben. Uns sind zur Zeit elf Personen bekannt“, berichtet Bezirksamtssprecherin Bettina Maak, „sie halten sich im Bahnhofsgelände, in Fußgängerzonen, in Heimfeld und im Waldgelände auf.“
Zusätzliche Schlafplätze im Rahmen des Winternotprogrammes hat die Sozialbehörde im Bezirk Harburg nicht eingerichtet. Die zentralen Unterkünfte befinden sich auf der anderen Elbseite. In Harburg stellen die Kirchengemeinden St. Petrus und St. Trinitatis wieder jeweils zwei Plätze in Wohncontainern bereit.
Wichtig: Wer bemerkt, dass jemand bei frostigen Temperaturen im Freien schläft, sollte dies der Polizei mitteilen, damit schnell Hilfe geleistet werden kann. „Jeder sollte ein offenes Auge haben und aktiv handeln, damit kein auf der Straße lebender Mensch erfrieren muss. Es muss allen bewusst sein, dass Obdachlose bei extremen Minustemperaturen nicht auf sich allein gestellt sein dürfen“, kommentierte Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch.


Hier gibt es Schlafplätze
- Spaldingstraße 1, Tel 23 64 83 50
- „Pik As“, Neustädter Straße 31a, Tel 428 41-17 07
- „Frauenzimmer“, Hinrichsenstraße 4a, Tel 25 41 87 21

Für eine unbürokratische Vermittlung der Schlafplätze stehen auch Ansprechpartner in folgenden Einrichtungen zur Verfügung:
- Tagesaufenthaltsstelle „Bundesstraße“ im Diakoniezentrum für wohnungslose Menschen, Bundesstraße 101 (Nähe U – Bahn – Station Christuskirche), Tel 40 17 82 11
- Bahnhofsmission Hamburger Hauptbahnhof, Steintorwall 20,
Tel 39 18 44 40
- Tagestreff für obdachlose Frauen „Kemenate“, Charlottenstraße 30 (Nähe U–Bahn – Station Emilienstraße), Tel 4 30 49 59
- Fachstelle für Wohnungsnotfälle im Bezirk Harburg, Tel 428 71-26 28
- Soziale Beratungsstelle Harburg / Wilhelmsburg, Tel 30 95 36 -0

Anlaufstelle für osteuropäische obdachlose Menschen, Rosenallee 11, 20097 Hamburg, Öffnungszeit: Montag bis Freitag 9 bis 11.30 Uhr oder nach Vereinbarung.
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
6
Doris Müller aus Harburg | 16.12.2013 | 10:16  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.