Schandfleck Harburg-Center

Wie geht’s weiter mit dem verwahrlosten Harburg Center? Foto: wahba

Unendliche Geschichte geht weiter: Wieder ist ein geplanter
Verkauf geplatzt - Politik fordert erneut härtere Gangart

Von Rachel Wahba.
Der Deal mit der Deutschen Projekt Entwicklung & Management (DPE&M) GmbH ist jetzt endgültig geplatzt. Bis Ende März hätte die Gesellschaft Zeit gehabt, die Kaufsumme von mehreren Millionen Euro - über die genaue Summe wurde Stillschweigen vereinbart - an den jetzigen Eigentümer des Harburg-Centers, Hans-Dieter Lindberg, zu zahlen. Aber im Ernst hatte niemand in Harburg an die Seriosität des Geschäftes geglaubt.
Im April vergangenen Jahres hatte Lindberg dem Bezirk einen Investor für sein vergammeltes Harburg Center präsentiert. Schnell hatte sich heraus gestellt, dass die DPE&M gar nicht über die Liquidität verfügt, um das Gebäude tatsächlich zu kaufen.
Die Never-Ending-Story Harburg-Center geht also weiter. Jetzt hat die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg einen Berichtsantrag an die Verwaltung gestellt. Darin will sie von der Harburger Bezirksversammlung, beziehungsweise von Baudezernent Jörg Heinrich Penner, wissen, wie es denn nun mit dem Schandfleck in der Harburger Innenstadt weiter gehen soll. „In der Vergangenheit sind Versuche der Verwaltung, den Eigentümer dazu zu bringen, das Gebäude in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen und sachgerecht nutzen zu lassen, stets gescheitert. Der Eigentümer hat es verstanden, Politik und Verwaltung mit ständig neuen Ankündigungen und falschen Erfolgsmeldungen hinzuhalten“, heißt es in dem CDU-Antrag. Mehr als „Luftblasen“, so die CDU, habe Lindberg dem Bezirk seit Jahren nicht präsentiert.
Jetzt will die Fraktion wissen, welche „konkreten Schritte die Verwaltung auch gegenüber dem Eigentümer unternommen hat, um das Harburg-Center zu sanieren und zu einem attraktiven und städtebaulich anziehenden Gebäude umzuwandeln, beziehungsweise die Beseitigung“, also Abriss zu veranlassen.
Dass es dazu eine erhellende Antwort aus dem Harburger Rathaus geben könnte, bezweifelt Jürgen Heimath, SPD-Fraktionschef in der Bezirksversammlung. „Wir alle wissen, dass die Möglichkeiten, Herrn Lindberg dazu zu bewegen, den Zustand abzustellen, gen Null tendieren“, sagt der SPD-Bezirksabgeordnete.
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Petra Weinstein aus Harburg | 23.05.2015 | 14:01  
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