Roman geht in Rente

Im Ruhestand wird es für Roman Jupitz nicht an Beschäftigung mangeln: Haus und Garten können nun in Ruhe gepflegt werden, fotografiert wird nun ohne Auftrag und sein schweres Motorrad wird noch mehr glänzen, wenn seine Bikerkumpels von den Hansebikern mit ihm zusammen durch die Landschaft cruisen. Foto: Jupitz

TUHH verliert ihren Wissenschaftsfotografen -
die Stelle wird nicht wieder besetzt

Die Technische Universität Harburg (TUHH) verliert ein Urgestein. Wissenschaftsfotograf Roman Jupitz geht zum April in Rente und schließt sein Fotostudio. Einen Nachfolger wird es nicht geben. „Wir werden punktuell auf externe Fotografen zurückgreifen“, sagt Sarah El Jobeili (TUHH-Pressestelle).
Recht früh hat Jupitz seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. In Berlin fotografierte er im Sommer 1963 mit einer Bilora Rollfilmkamera John F. Kennedy im offenen Wagen, zusammen mit Adenauer und Brandt. Diese Aufnahme wurde im eigenen Schullabor entwickelt und vergrößert. „Die Tragweite dieser Aufnahme war mir damals gar nicht bewusst“, so Jupitz. Nach der Ermordung von Kennedy einige Monate später hat der junge Hobbyfotograf die Aufnahme wie einen Schatz behütet.
Viele berufliche Stationen waren notwendig, um die damalige Hobbyfotografie zum Beruf zu machen. Erst 1976 ließ Roman Jupitz sich an der Hamburger Fotoschule zum Fotografen ausbilden. Trotz bester Abgangszeugnisse war es schwierig, einen Job zu bekommen. Die guten Erfahrungen durch seine frühere Personenschützerarbeit an der Deutschen Botschaft in Belgrad verhalfen zu einem Job bei der Hamburger Polizei als Polizeifotograf. „Mein Traumjob war das sicherlich nicht, denn bei dieser Tätigkeit war Kreativität nicht erwünscht“ - und an die Schichtarbeit konnte sich Jupitz auch nicht gewöhnen.
Als die junge TUHH einen Fotografen suchte, bewarb er sich und erhielt den Job. „Das war eine absolute einmalige Chance, um sich fotografisch kreativ austoben zu können“, schwärmt Jupitz noch heute. Viel hat er in den über 30 Jahren in der TUHH gesehen, da sich die junge Hochschule noch im Aufbau befand und viele Gebäude entstanden sind. Besonders in der Zeit, als Hauke Trinks Präsident war, kam sogar politische Prominenz, um sich die jüngste Universität der Republik anzusehen: Kohl, Rühe, Riesenhuber, Möllemann und fast die gesamte Hamburger Bürgerschaft gaben sich die Klinke in Harburg in die Hand.
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