Rieckhof: Viele Besucher, aber nur sehr wenig Geld

Mehr Stimmung geht nicht: Torfrock - im Bild Sänger Klaus Büchner - feierte im Rieckhof die Bagalutenwiehnacht.

Kulturausschuss beschäftigt sich am Montag, 23. April nur mit dem Rieckhof

Auf den ersten Blick könnte es dem Kulturzentrum Rieckhof kaum besser gehen. Für 632.000 Euro wurden im vergangenen Jahr schwere bauliche Mängel beseitigt. Seit der Wiedereröffnung im November „brummt der Laden“. Die Zahl der Besucher stieg um stolze 25 Prozent. In den letzten vier Monaten kamen über 40.000. Und doch rumort es hinter den Kulissen.
Der Rieckhof steckt weiter in heftigen finanziellen Nöten. Die Zuschüsse sind seit 1987 nicht gestiegen, die Kosten schon. Ein Beispiel: Allein die Wartung der Brandmelder kostet seit dem Umbau 8.000 Euro pro Jahr. Vorher waren es 800 Euro. „Wenn wir in diesem Jahr nicht mehr Geld erhalten, dann ist am Jahresende Schluss“, prophezeit Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen. „Es muss eine dauerhaft gesicherte Finanzierung geben“, findet Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer. „Harburg ist in Hamburg Schlusslicht bei den Ausgaben für Stadtteilkultur. Ich vermisse bei Bezirksamtsleiter Völsch und der Harburger SPD den nachhaltigen Einsatz für den Rieckhof.“
Das Verhältnis zwischen der Harburger Verwaltung und dem für sein Kulturzentrum streitenden Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen ist selbst an guten Tagen höchstens frostig. Das von Hansen im Rathaus vorgestellte Rieckhof-Konzept wurde heftig kritisiert („Viel zu wenig für Migranten“) und verschwand dann wochenlang in der Schublade. „Der CDU liegt es jedenfalls nicht vor“, bestätigt Ralf-Dieter Fischer.
Wie gehts weiter? Am Montag, 23. April, findet um 18 Uhr im Rieckhof eine öffentliche Sondersitzung des Kulturausschusses statt. Einziges Thema: der Rieckhof.

Was plant der Rieckhof 2012?
Ab Frühjahr wird sich der Rieckhof zusammen mit Anwohnern und Geschäftsleuten unter dem Motto „Gemeinsam im SeeveViertel“ um Verschönerung des SeeveViertels kümmern. Daneben sollen die Zusammenarbeit mit der TU Harburg ausgebaut sowie die Mitarbeit im Kulturnetzwerk „SuedKultur“ intensiviert werden.
Während der Fußball-Europameisterschaft wird ein Public-Viewing angeboten, im September steht die nächste Sued-Kultur-Music Night auf dem Programm.
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