Rieckhof im Gespräch, Teil 2

Mehr geht nicht: Bagalutenwiehnacht mit Torfrock.

Was halten Harburger Bürgerschaftsabgeordnete von "dem" Harburger Kulturzentrum? Drei Fragen an Kurt Duwe, Birgit Stöver und Frank Wiesner.

Diese drei Fragen sollten die Abgeordneten kurz und knapp beantworten:
1. Sind Sie mit den Angeboten des Rieckhofs zufrieden?
2. Was muss besser werden?
3. Kann der Rieckhof mit den vorhandenen Mitteln auskommen?

Antworten Kurt Duwe (FDP)
1. Es besteht noch Potential nach oben. Das bedingt aber ein besseres Kulturmarketing für Harburg insgesamt, weil sich nur so die Einnahmen auch erhöhen lassen.
2. Die Auslastung durch besucherstarke Veranstaltungen muss vergrößert werden. Das geht aber nur, wenn Harburg insgesamt als Kulturzentrum der südlichen Metropolregion vermarktet wird.
3. Nein. Das Bürgerhaus Rieckhof muss in gleichem Maße gefördert werden wie andere vergleichbare Einrichtungen und die Einnahmen aus Veranstaltungen müssen sich merklich erhöhen.

Antworten Birgit Stöver (CDU)
1. Ich halte das Angebot des Rieckhofs für sehr breit gefächert, umfassend (von Informationsveranstaltungen, Konzerten, Commedy, lokale (Schul-) Veranstaltungen, Flohmärkte, Tagungen etc.) und damit ergänzend zu den Angeboten des Helmssaals und der Friedrich-Ebert-Halle.
2. Mit der geleisteten Sanierung (Kosten 600.000,- Euro; 30.000,- Sofort- und Brandschutzmaßnahmen) des Rieckhofs durch Bezirksamtleiter Meinberg und der schwarz-grünen Koalition ist eine deutliche Verbesserung realisiert worden, dennoch besteht weiter Modernisierungsbedarf z.B. des 30 Jahre alten Inventars.
3. Die Betriebskosten sind 20 bis 25 Jahre nicht angepasst worden. Das ist vor dem Hintergrund der im Vergleich zu anderen Bezirken stärksten Kürzung der Kulturmittel in 2011 eine herausfordernde Aufgabe für den jetzigen Bezirksamtleiter und der Mehrheitsfraktion der Bezirksversammlung. Die Gefahr ist groß und meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich, dass das gute Programm des Rieckhofs gekürzt werden muss.

Antworten Frank Wiesner (SPD)
1. Der Rieckhof hat ein fantastisches und vielfältiges Angebot für alle Harburger!... Natürlich kann es immer etwas mehr sein, aber dafür müssen eben auch die notwendigen Ressourcen bereit gestellt werden - und im Rieckhof sind neue Initiativen immer willkommen und allen Harburgerinnen und Harburger, die sich für etwas sinnvolles engagieren wollen, steht der Rieckhof nach meinen Erfahrungen immer offen...
2. Was muss besser werden?
Der Rieckhof ist fest im Herzen Harburgs verankert! Das haben gerade die letzten Monate gezeigt. Nach einem halben Jahr Umbauarbeiten hat er eine furiose Wiedereröffnung hingelegt - er ist nicht in Vergessenheit geraten und wird immer noch als das Stadtteil-Kulturzentrum gesehen. Damit sollte der Rieckhof mehr in die Öffentlichkeit gehen. Soziale Netzwerkarbeit ist dabei etwas, was ausgebaut werden sollte...
3. Ein ganz klares Nein! Es ist beeindruckend, was der Rieckhof in den letzten Jahren und gerade auch aktuell aus seinen Mitteln rausholt. Seit über 25 Jahren ohne Budgetsteigerung auskommen und solch eine Aktivität an den Tag legen, verlangt Respekt. Das es aber gut läuft kann nicht heißen, dass alles gut ist. Der Rieckhof - und das hat das Drama um die Umbauten gezeigt - braucht dringend mehr Mittel zur Verfügung. Allein schon, damit notwendige Arbeiten gleich erledigt werden können und wir in ein paar Jahren nicht wieder darüber streiten müssen, ob und wie und wo der Rieckhof Geld für erforderliche Renovierungsarbeiten herbekommt. Das notwendige Geld muss aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt werden.
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1 Kommentar
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Heiko Langanke aus Harburg | 13.04.2012 | 09:01  
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