Rieckhof im Gespräch, Teil 1

Bei Konzerten von Lotto King Karl ist der Rieckhof stets rappelvoll.

Was halten Harburger Bürgerschaftsabgeordnete von "dem" Harburger Kulturzentrum? Drei Fragen an Doris Müller, Melanie Leonhard und Sören Schumacher,

Diese drei Fragen sollten die Abgeordneten kurz und knapp beantworten:

1. Sind Sie mit den Angeboten des Rieckhofs zufrieden?
2. Was muss besser werden?
3. Kann der Rieckhof mit den vorhandenen Mitteln auskommen?


Antworten Doris Müller (SPD)
1. Im Prinzip: ja. Alles weitere: siehe nächste Frage.
2. Es wäre schön, wenn das Angebot des Rieckhofs alle Altersgruppen ansprechen würde, so z.B. auch Jugendliche und junge Erwachsene - abseits von Konzerten, etc. und wenn der Rieckhof stärker in den Stadtteil "ausstrahlen" würde. Zudem würde ich mir, aus dem Blickwinkel einer Abgeordneten, deren Schwerpunkt auf dem Bürgerschaftlichen Engagement liegt, wünschen, dass der Rieckhof stärker mit den Freiwilligen Netzwerken, z.B. Freiwilligennetzwerk Harburg, aktivoli, etc. kooperieren würde.
3. Auch in Zeiten leerer Kassen und starker Einschnitte in den Haushalt erhält der Rieckhof weiterhin jährlich rund 655.000 € staatliche Unterstützung. Darüberhinaus wurde das Gebäude im letzten Jahr aufwendig saniert. Wenn das Budget - trotz der genannten Summen - nicht auskömmlich sein sollte, so muss überlegt werden, ob der Rieckhof sich neue Einnahmemöglchkeiten erschließen kann. Denkbar wäre zum Beispiel eine Kooperation mit den Harburger Schulen.

Antworten Sören Schumacher (SPD)
1. Ich gehe gerne und regelmäßig in den Rieckhof. Die Mischung aus Kulturveranstaltungen von Harburger Künstlern bis hin zu nationalen Größen ist bereichernd für unseren Bezirk. Der Rieckhof ist eine feste Größe in der lokalen Kulturszene. Der Bekanntheitsgrad ist groß und bietet Programm für Jung uns Alt.
2. Die Kulturlandschaft und die Ansprüche des Publikums sind einem stetigen Wandeln ausgesetzt. Das ist eine Herausforderung für jeden "Intendanten", also auch für die Macher des Rieckhofs. Es ist sicherlich nicht leicht ein so umfassendes Programm auf die Beine zu stellen. Beiden Angeboten , die der Rieckhof anbietet, sollten sicherlich auch jüngere Harburger in den Fokus rücken. Die Mischung für alle Altersgruppen muss stimmen.
3. Der Rieckhof bekommt jährlich 655.000 Euro und ist damit einer der größten Profiteure von einer staatlichen Unterstützung im kulturellen Sektor in Harburg. Bei knapper werdenden Mitteln die der Stadt zur Verfügung stehen ist diese Summe ist dem Rieckhof auch in Zukunft sicher. Das Gebäude ist im vergangenen Jahr aufwendig Instand gesetzt worden und bietet alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Der Rieckhof muss sich für neue Geldquellen offen zeigen. Gerade Kooperationen mit Schulen als außerschulischer Lernort bieten hier Möglichkeiten.

Antworten Melanie Leonhard (SPD)
1. Ich bin mit den Rieckhof aufgewachsen und besuche dort besonders gern die Theateraufführungen der kleineren Bühnen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass das Angebot des Rieckhofs immer weniger für die Harburger unter 30 bietet.
2. Eine der wichtigsten Herausforderungen für das Rieckhof-Team ist sich den wechselnden Anforderungen und Interessen der Besucher gerecht zu werden und bewährtes Programm zu bieten und gleichzeitig Neues auszuprobieren. Ich würde mir wüschen, dass zukünft auch die "Noch-Nicht Rieckhof-Gänger" unter den Harburger angesprochen werden könnten und auch etwas für jüngeres Publikum angeboten würde.
3. Der Rieckhof hat im verganenen Jahr von einer aufwendigen Sanierung profitiert. Mit einem begrenztem Budget auszukommen, ist anspruchsvoll, aber der Rieckhof kann mit einem innovativem Programm und guten Ideen auch in Zukunft dieser Herausforderung gerecht werden.
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