Rekordbeteiligung bei „Hamburg räumt auf“

Sie sind stolz ü̈ber ihre „Ausbeute“: Die Teilnehmer aus den Wohngruppen Twieten und Hermann-Maul-Straße sowie die Koordinatoren vom Freiwilligennetzwerk Harburg und tatkräftig e.V. Foto: pr

65.900 Teilnehmer sammelten rund 321 Tonnen Abfall – auch in Harburg beteiligten sich viele Initiativen

Siegmund Borstel/Christopher von Savigny.
„Hamburg räumt auf“ – oder besser: `Unsere Straße soll schöner werden´, haben sich die Bewohner und Betreuer zweier Wohngruppen für Menschen mit Behinderung in Harburg bei ihrer Aufräumaktion gedacht. Denn es ging ihnen nicht nur – wie bei der stadtweiten Aktion „Hamburg räumt auf“ – darum, Abfälle von den Wegen und Plätzen ihrer Umgebung zu verbannen. Es wurden auch umliegende Beete mit leuchtenden Frühlingsblumen bepflanzt.
Gestartet wurde der Aktionstag, der durch das Freiwilligennetzwerk Harburg und den Verein tatkräftig koordiniert wurde, in der Wohngruppe Twieten nahe dem Schwarzenberg. Schnell zeigte sich: Wenn man genau hinschaut, findet sich doch so einiges, was einfach am Wegesrand entsorgt wurde: Von Flaschen, Kopfhörern über Milchtüten bis zum Sofa war alles dabei! Nach einer kleinen Stärkung machte sich die Gruppe auf zur zweiten Station, der Hausgemeinschaft Hermann-Maul-Straße in der Harburger Altstadt. Hier gingen alle Ehrenamtlichen – mit Handschuhen und Zangen ausgestattet – wieder motiviert ans Werk, um in der nahen Umgebung klar Schiff zu machen.
Sogar der kleine Ljubo (2) hat schon mitgeholfen beim Müll sammeln - obwohl er sich so eben erst auf seinen zwei Beinen halten kann. Sein Vater Dragoslav Selimovic lacht zufrieden und trinkt nach getaner Arbeit erstmal einen Schluck Wasser. Deutsch spricht die Kleinfamilie aus Montenegro, die vor rund fünf Monaten nach Hamburg gekommen ist, noch fast gar nicht.
Eines wird aber schnell klar: Die beiden haben tüchtig mit angepackt bei „Hamburg räumt auf" - gemeinsam mit vielen weiteren Flüchtlingen.
Rund 70 Bewohner des
Erstaufnahmelagers in der Dratelnstraße haben sich an der diesjährigen Müllsammel-Aktion der Stadtreinigung beteiligt. Die Idee dazu stammte von den Ehrenamtlichen des Camps.
Bei der 19. Auflage von „Hamburg räumt auf!“ haben Hamburgs Bürger einen Teilnehmer-Rekord aufgestellt. An der diesjährigen Frühjahrsputzaktion beteiligten sich 1.105 Initiativen (2015: 1.118) mit insgesamt 65.900 Teilnehmern (2015: 62.760).
Zusammen wurden rund 321 Tonnen Abfall auf öffentlichen Flächen abseits der Wege und Straßen gesammelt. Das sind durchschnittlich 4,9 Kilogramm Müll pro Teilnehmer. Auch im Hamburger Süden waren viele fleißige Helfer im Einsatz.
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