"Reisen verändert einen Menschen"

Der Südamerikaner Alexandre Borim gibt an zwei Harburger Schulen Spanischunterricht und schreibt nebenbei noch Bücher. Foto: sl

Lehrer Alexandre Borim schreibt Bücher wie am Fließband

Wenn Lehrer Alexandre Borim das Klassenzimmer betritt, ist ihm die Aufmerksamkeit der Schüler sicher. Das liegt zum einen daran, dass der 31-Jährige mit seinen Schülern fließend spanisch spricht. Zum anderen daran, dass die Schüler großen Spaß daran haben, ihren Lehrer zu korrigieren, wenn er auf Deutsch die Fälle durcheinander bringt. Alexandre Borim freut sich über diesen Eifer der Schüler: „Ich sage ihnen immer, dass ich nicht ganz perfekt deutsch sprechen kann, aber immer versuche, es richtig zu machen.“
Dass der junge Mann als Lehrer die deutsche Sprache nicht hundertprozentig beherrscht, ist nicht verwunderlich. Schließlich hat er sie selbst erst vor vier Jahren gelernt. „Meine Großeltern leben in Italien, meine Mutter kommt aus Argentinien und mein Papa ist Brasilianer“, erzählt er.
Aufgewachsen in Argentinien, hat Alexandre Borim schon früh die Chance ergriffen, die Koffer zu packen. Russland, China, Südamerika, Europa – sein Ziel ist es, so viel wie möglich von der Welt zu sehen. „Ich habe fest gestellt, dass Reisen einen Menschen verändert“, sagt er. „Egal, wo man hin fährt. Man kommt als ein anderer Mensch wieder zurück.“
Besonders spannend findet der Lehrer, zu erleben, wie schwer Kommunikation ohne Sprache ist. Alexandre Borim spricht als Muttersprachen Spanisch und Portugiesisch. Sein Studium hat er weitgehend auf Englisch absolviert. Deutsch, Französisch und Italienisch hat er auf seinen Reisen gelernt. „Aber in Moskau und in China nützten mir diese ganzen Sprachen gar nichts. Da ging es nur mit Händen und Füßen“, erzählt er begeistert.
Diese Begeisterung für fremde Sprachen und Kulturen will er als Lehrer auch in Hamburg seinen Schülern vermitteln. Vormittags unterrichtet er an den Schulen Ehestorfer Weg und Weusthoffstraße, nachmittags betreut er kleine Kinder und abends gibt er Kurse für die Mitarbeiter verschiedener Hamburger Firmen. Und ganz nebenbei schreibt der Kosmopolit ein Buch nach dem anderen. Legenden aus Südamerika, Kinderbücher und Reiseberichte auf spanisch, deutsch und portugiesisch.
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