Raststätte Elbmarsch soll 23 Millionen Euro kosten

In Meckelfeld kämpft eine Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch.

Autobahn-Raststätte Stillhorn ist überlastet und kann nicht erweitert werden -
Neubau in Meckelfeld-Nord geplant - Planfeststellungsverfahren läuft

Einen Kilometer südlich der Hamburger Landesgrenze soll auf Seevetaler Gebiet an der Autobahn A1 die Raststätte Elbmarsch gebaut werden. In Hamburg wird das 23 Millionen Euro teure Projekt begrüßt. In
Meckelfeld kämpft eine Bürger-initiative vehement dagegen an.
Bereits 1998 wurde es prognos-tiziert, inzwischen ist es Realität: Die Raststätte Stillhorn kann den wachsenden Verkehr nicht mehr bewältigen. Sie gilt als „ganzjährig überlastet“. Eine Erweiterung wäre dringend erforderlich, ist aber angesichts der angrenzenden Bebauung nicht möglich.
Seit 2007 wurden im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums vom Land Niedersachsen Alternativen untersucht. Dabei erwies sich der Standort
Meckelfeld-Nord, eine Fläche nördlich des Gewerbegebietes Meckelfeld, „aus verkehrsplanerischer-, straßenbaulicher- und aus Umwelt-Sicht als am verträglichsten“, teilte der Hamburger Senat mit. „Im Ergebnis wurde eine Fläche nördlich des Gewerbegebietes in der Gemeinde Seevetal gefunden“, bestätigt Christian Budde, Sprecher des Niedersächsischen Verkehrsministeriums.
Inzwischen ist das Projekt „Raststätte Elbmarsch“ auf den Weg gebracht. Das Planfeststellungsverfahren läuft, noch bis 20. Februar sind Einwendungen möglich. Heftiger Protest kommt von einer Meckelfelder Bürgerinitiative, die eine Raststätte an dieser Stelle ablehnt - und als Alternative den Bereich Neuland ins Spiel gebracht hat. Noch am heutigen Mittwoch, 13. Februar, um 19 Uhr steht im Helbach-Haus, Bürgermeister Heitmann-Straße, eine Versammlung zum Thema „Raststätte Elbmarsch“ an.
In Harburg werden die
Meckelfelder Vorschläge abgelehnt. „Auf Hamburger Gebiet wird es keine neue Autobahnraststätte geben“, versprechen Jürgen Heimath (SPD) und Ralf-Dieter Fischer (CDU) einhellig.
Wann wird das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein? „Eine Dauer von 1,5 Jahren erscheint nicht unrealis-tisch“, vermutet Ministeriumssprecher Budde, „wenn der Beschluss unanfechtbar ist, soll auch umgehend mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Rastanlage Stillhorn soll zunächst als unbewirtschaftete Anlage erhalten bleiben.“

Raststätte Elbmarsch - das ist geplant
Ostseite (Fahrtrichtung Hamburg): 128 Pkw-Parkstände, 12 Plätze für Busse und Pkw mit Anhänger, 125 Lkw-Parkstände, 310 Meter Längsaufstellung für Großraum- und Schwertransporte.
Westseite (Fahrtrichtung Bremen): 183 Pkw-Parkstände, 12 Plätze für Busse und Pkw mit Anhänger, 130 Lkw-Parkstände, 280 Meter Längsaufstellung für Großraum- und Schwertransporte.
Vorgesehen sind Tankstelle und Raststätte sowie Parkflächen mit einer direkten Zu- und Abfahrt auf jeder Autobahnseite. Die Baukosten in Höhe von rund 23 Millionen Euro trägt der Bund.
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Manfred Hagel aus Harburg | 14.02.2013 | 11:05  
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