Randale in leerstehenden Häusern

An der Denickestraße stehen viele Wohnungen leer. Foto: sl

Denickestraße: Saga/GWG hofft, dass die Gebäude spätestens im vierten Quartal 2016 abgerissen werden - Neubau von 310 öffentlich geförderten Wohnungen geplant

Zerstörte Fenster, herausgerissene Türen – in den leerstehenden Saga/GWG-Häusern in der Denickestraße gibt es zunehmend Fälle von Vandalismus. „Der Zustand ist für uns Nachbarn nicht mehr annehmbar“, beklagt sich Anwohnerin Kathrin M. (Name der Redaktion bekannt). Die Gebäude, in denen noch eine Familie wohnt, sollen komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „Vandalismus in einem Abrisshaus ist grundsätzlich kein großes wirtschaftliches Problem, aber dennoch nicht hinzunehmen“, stellt Saga/GWG-Sprecher Michael Ahrens klar.
Jetzt wurde sogar ein Wasserrohr zerstört. Kathrin M. erinnert sich: „Das Wasser spritzte aus dem Keller heraus auf den Hof. Ich alamierte die Polizei, und erst Stunden später, nach einer nochmaligen Nachfrage bei der Saga/GWG, wurde das Wasser abgedreht“
Was sagt die Saga/GWG? „Wir hatten tatsächlich einen Wasserschaden in einem der zum Abriss vorgesehenen Häuser. Dieser wurde noch am Sonntag abgestellt“, erklärt Michael Ahrens. „Die Wasserversorgung für die einzige noch verbleibende Familie im gesamten Bereich wird gewährleistet. Wir gehen im Übrigen davon aus, dass diese Familie zeitnah umquartiert werden kann.“
Hintergrund: Die Saga/GWG möchte in der Denickestraße bauen. 310 öffentlich geförderte Wohnungen und eine Kita sollen entstehen. Bauanträge für den ersten und zweiten Bauabschnitt liegen dem Bezirksamt „seit Juni 2015 vor“, so der Saga/GWG-Sprecher.
Die Genehmigung für den ersten Abschnitt wird in diesen Tagen erwartet, die für den zweiten Abschnitt Ende August, Anfang September. Die im ersten Abschnitt vorhandenen Gebäude wurden bereits abgerissen. Erste vorbereitende Bauarbeiten könnten in rund acht Wochen beginnen. Michael Ahrens: „Der Abbruch der letzten noch stehenden Häuser in der Denickestraße ist nach Auszug der letzten Mieter spätestens für das vierte Quartal 2016 vorgesehen.“
Allen ehemaligen Mietern wurden Wohnungen im geplanten Neubau angeboten.
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