"Räumlich sind wir an der maximalen Obergrenze!"

Schulleiter Peter Holtz (li.) und sein Kollege Kai Bosse von der Schule Elfenwiese legen Hand an für die große Jubiläumsfeier „50 Jahre Elfenwiese“. Foto: sl

50 Jahre Schule Elfenwiese: 100 Mitarbeiter kümmern sich um 156 Kinder

Als 1962 die Schule Elfenwiese zum ersten Mal ihre Pforten für Schüler öffnete, war eine Schule für Kinder mit einer körperlichen Behinderung noch etwas ganz Besonderes. Zehn Schüler besuchten damals die Schule. Inzwischen ist die Schule zweimal umgezogen und heute finden hier 156 Kinder im Alter zwischen sechs und 18 Jahren einen Ort zum Lernen.
Betreut werden die Kinder von rund 100 Mitarbeitern. Dazu gehören neben den Lehrern auch jede Menge Erzieher und Therapeuten. Bis zur Reform der Bundeswehr gab es zudem noch eine Handvoll Zivildienstleistender, die die Kinder im täglichen Allerlei unterstützten. Heute übernehmen diesen Job elf Jugendliche, die ein freiwilliges soziales Jahr ableisten. Teilweise sind diese Jugendlichen in der Schule eingesetzt. Ein Teil von ihnen übernimmt für besonders schwer behinderte Kinder aber auch eine Einzelbetreuung. Für dieses Jahr ist der Einsatz der freiwilligen sozialen Helfer noch gesichert. Wie es im nächsten Jahr aussieht, weiß noch niemand, „aber wir sind ganz optimistisch“, sagt Schulleiter Peter Holtz.
Trotzdem herrscht 50 Jahre nach Eröffnung der Schule nicht nur ungetrübte Freude. „Im Vergleich zu Regelschulen sind wir schon ganz besonders gut ausgestattet, aber der Bedarf an Schulen wie dieser steigt. Wir sind räumlich am Maximum angekommen“, so Peter Holtz.
Die Steigerung der Schülerzahlen führt der Schulleiter auf die Entwicklung der Gesellschaft zurück. Erst 1964 sei in Hamburg die Schulpflicht für Kinder mit Behinderung eingeführt worden. „Damals waren Contergan-Schäden ein großes Thema. Aber auch Kinder mit einem Klumpfuß sind zu uns gekommen“, erklärt Lehrer Kai Bosse, der schon seit 1998 an der Elfenwiese unterrichtet. „Heute operiert man Kinder mit einem Klumpfuß einfach und niemand kommt auf die Idee, sie auf eine Schule für Körperbehinderte zu schicken.“
Dafür sichert der medizinische Fortschritt heute auch Kindern das Überleben, die in der 25. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen. Bei ihnen seien körperliche Schäden sehr häufig.
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