Popsong aus eigener Feder

Beim Publikum klare Favoriten, gingen Ladji Keita (r.) und seine Band beim Harburger Musikpreis leer aus. Fotos: sl

Gerrit Nissen gewinnt den Harburger Musikpreis 2013

Von Sabine Langner.
Die Jury für die Vergabe des Harburger Musikpreises war sich lange nicht einig, berichtete Organisator Ernst Brennecke. Fünf junge Musiker und Musikgruppen hatten sich in diesem Jahr um den mit 500 Euro dotierten Förderpreis beworben. Schließlich überzeugte Gerrit Nissen die Jury mit einer Eigenkomposition. Weil die Entscheidung so schwer war, bekam zudem Jana Gugenheimer einen Sonderpreis für ihren Auftritt.
Der 18-jährige Nissen stand bereits zum zweiten Mal auf dem Siegertreppchen. Vor fünf Jahren hatte er den Preis schon einmal gewonnen – damals mit einer eigenen Improvisation am Klavier. Jetzt gab es die Auszeichnung für einen selbst komponierten Popsong, den sein Freund Michel Kruchwitz sang.
Der Wettbewerb wurde zum ersten Mal im Saal des Helmsmuseums ausgetragen. Nach dem Aus des Vereins „Musik im Gespräch“ im vergangenen Jahr war das Helmsmuseum als Träger der Veranstaltung eingesprungen. Das Bestattungsinstitut Albers spendierte die 500 Euro Preisgeld.
Wie auch schon in den vergangenen sieben Jahren sollte auch wieder ein Ehrenpreis vergeben werden. Aber auch hier hatte die Jury offenbar Schwierigkeiten, sich zu entscheiden und vergab den Preis gleich zweimal. Über Preis Nummer eins freute sich die Harburger Kantorei, die seit mehr als 50 Jahren kirchliche Musik singt. „Das ist eine tolle Auszeichnung“, freute sich Stefan Wendt-Reese aus dem Vorstand des Vereins. „Wir sind offenbar von mehreren Menschen vorgeschlagen worden, und mit uns wird zum ersten Mal eine ganze Gruppe von Musikern mit diesem Preis ausgezeichnet.“
Einen zweiten Ehrenpreis bekam Heiko Langanke für sein Engagement für das Stellwerk im Bahnhof. „Er hat mit einem unvorstellbaren Kraftakt Harburg zu einem Mekka des Jazz gemacht“, hieß es in der Begründung. Heiko Langanke freute sich zwar über den Preis, ließ es sich aber nicht nehmen, einmal mehr die desolate Lage und die mangelnde Unterstützung für Jazzclubs in Hamburg anzuprangern.
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Manfred Hagel aus Harburg | 29.05.2013 | 23:05  
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