Polizei warnt vor Einbrechern

Verschließbare Fenstergriffe können einen Einbruch nicht verhindern, aber sie machen es schwerer in die Wohnung einzusteigen. Foto: sl
SABINE LANGNER, HARBURG
Knapp zehn Sekunden braucht ein geübter Dieb, um mit Hilfe eines Schraubenziehers eine verschlossene Terrassentür zu knacken. Noch schneller geht es bei auf Kipp gestellten Fenstern. „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster“, sagt die Hamburger Polizei.
Jetzt in der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Deshalb gehen momentan Polizeibeamte durch die Harburger Straßen und verteilen Informationsblätter. „Wir haben gerade keine besondere Lage, aber es hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, vorbeugend die Bürger zu informieren und Präsenz zu zeigen“, sagt Hans-Jürgen Petersen, Stabsleiter beim Polizeikommissariat 46 in der Lauterbachstraße.
Gleichzeitig räumt Petersen auch mit dem Vorurteil auf, dass Diebe am liebsten in Einfamilienhäuser einsteigen. Auch in den Wohnungen von Mehrfamilienhäusern könne man schnell technische Geräte, Schmuck und Bargeld finden. Besonders dreist war im vergangenen Jahr ein Dieb, der seine direkten Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus, in dem er selber wohnte, bestahl.
Wirklich verhindern lässt sich ein Einbruch kaum. Aber man kann es den Dieben so schwer wie möglich machen. Dazu rät die Polizei unbedingt alle Fenster und Türen zu schließen, auch wenn man nur kurz weg ist. Genauso wichtig sei es, die Tür nicht einfach nur zuzuziehen, sonder immer zweimal abzuschließen.
„Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen“, rät die Polizei. „Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.“ Wichtig ist es auch, auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück zu achten und die auch anzusprechen. Wer tatsächlich etwas Ungewöhnliches bemerkt, sollte unbedingt sofort die Polizei informieren.
Aktuelle Tipps zur Einbrauchsicherung findet man auch im Internet unter www.polizei.hamburg.de.
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