Platzt der Plan vom "Neuländer Quarree"?

Das Neuländer Quarree im Modell. Foto: WGK Planungsgesellschaft mbH

Öko-Quartier an Hannoverscher Straße/Ecke Neuländer Weg geplant -
Problem: die Nähe zum Chemiebetrieb Brenntag - bislang ist Wohnen hier unmöglich

Am Rande des Harburger Binnenhafens, an der Hannoverschen Straße/ Ecke Neuländer Straße, ist ein neues Großprojekt in Planung. Das „Neuländer Quarree“ soll modernsten Umwelt- und Energiesparanforderungen entsprechen. Bevor in 2013 mit dem Bau begonnen werden kann, muss eine große Hürde überwunden werden: Wegen der Nähe zum Chemie-Unternehmen Brenntag ist auf der vorgesehenen Fläche Wohnen nicht möglich. Am Donnerstag wollen Investoren, Planer und Verwaltung das „Neuländer Quarree“ offiziell vorstellen - und erklären, wie diese Hürde genommen werden kann.
Das „Neuländer Quarree“ soll zwischen dem Östlichen Bahnhofskanal und der Hannoverschen Straße direkt am Wasser entstehen. Auf einer Grundstücksfläche von 45.000 Quadratmetern ist ein „Null-Emission-Quartier“ mit 115.000 Quadratmeter Bruttogeschoss-fläche vorgesehen.
Das Projekt soll aus fünf Bauteilen bestehen: einem Boardinghouse mit rund 100 Apartments, Gastronomie und Büros, einem Parkhaus mit über 800 Stellplätzen, einem Technologie-Zentrum, 100 Mietwohnungen sowie Wohnen für „Jung & Alt“ mit Studenten- und Seniorenwohnungen mit einer Kindertagesstätte sowie einer Ladenzeile im Erdgeschoss.
Der bisherige Zeitplan sieht einen Baubeginn in 2013 und eine Fertigstellung aller Bauteile bis 2015 vor.
Ohne Einigung mit der benachbarten Firma Brenntag wird das Projekt „Neuländer Quarree“ allerdings platzen. Der Chemiebetrieb genießt Bestandsschutz und will auch an Ort und Stelle bleiben. „Eine Verlagerung ist kein Bestandteil der Diskussionen“, stellt Brenntag-Sprecherin Svenja Schierer klar.
Klar ist auch die Rechtslage. In direkter Nähe von „gefährlichen Betrieben“ darf niemand wohnen. Investoren und Verwaltung setzen nun darauf, dass Brenntag seinen Betrieb umbaut. Entsprechende Verhandlungen laufen.
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