Phoenix-Viertel: Es muss noch etwas getan werden

Vorschläge eines Hauseigentümers

Von Hendrik Pröhl.
Mein Name ist Hendrik Pröhl. Ich bin Eigentümer von zwei Mehrfamilienhäusern im Phoenix Viertel.
Es gibt bei vielen Menschen Resignation, das ist bestimmt richtig. Hier liegt eine Herausforderung für die kommende Zeit im Viertel. Unsere eigenen Immobilien werden ab Oktober komplett saniert. Wir haben uns entschlossen, innerhalb des Sanierungsverfahrens 15 Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern zu erneuern. Dazu entstehen in den kommenden 1,5 Jahren noch zwölf Studentenwohnungen in modularer Holzbauweise, ein ehemaliger Gewerbebetrieb wird abgerissen.
Es gibt viele Beispiele für gute Sanierungen und Veränderungen, doch möchte ich aufzeigen, wo noch akuter Handlungsbedarf ist. Ich rege an, dass Sanierungsgebiet S6 für zwei Jahre fortzuschreiben, allerdings unter geänderten Vorzeichen.

Sanierungsverfahren: Günstiger Wohnraum ist wichtig, dieser muss weiterhin durch Förderung ermöglicht werden. Das Verfahren an sich ist kompliziert, Hauseigentümer ohne Erfahrung haben oft Vorbehalte bei solchen Verfahren. Hier könnten Spezialisten den Eigentümern an die Seite gestellt werden. Dadurch würden sicher noch mehr Häuser saniert.

Vermietungssituation: Viele Häuser haben keinen Mietermix. Hausverwaltungen und oder Eigentümer müssen aber für volle Auslastung sorgen, da sonst die Kosten explodieren. Hier rege ich an, im Sanierungsgebiet eine „Wohnungsbörse Phoenix Viertel“ zu integrieren. Hausmakler-Eigentümer-Wohnungsämter und der Bezirk Harburg sollten hier ganz konkret dafür sorgen, dass der besagte Mietermix passt. Die Vielfalt der Nationen macht das notwendig. Hier liegt auch eine Chance, in anderen Stadtteilen sieht man schön die Entwick-lungen der Hochpreismieten und auch deren nicht so schönen Seiten.

Wilstorfer Straße: Die Ladengeschäfte in der Wilstorfer Straße und deren Auswirkungen sind seit Jahren bekannt. Die Politik und die Verwaltung müssen hier Branchen wie Gaststätten, Spielhallen usw. begrenzen. Auf der anderen Seite ist auch klar, dass ein Hauseigentümer keine anderen Branchen mehr bekommt. Die Wilstorfer Straße ist keine Einkaufsstraße mehr.

Runder Tisch: Es muss wieder ein aktives Kommunikationsinstrument her. Hauseigentümer mit nicht deutschem Hintergrund benötigen Ansprechpartner in ihrer Sprache. Mieter aus vielen Nationen ebenfalls.
Politik und Verwaltung, IFB Hamburg und Steg HH, Stadtteilschule und Einrichtungen aus dem Viertel und natürlich die Menschen, welche im Viertel leben, müssen wieder aktiviert werden, um gemeinsam zu arbeiten, damit die kulturelle Vielfalt erhalten - und ausgebaut wird. Solche Aktivitäten kosten aber Geld. Aus meiner Sicht lohnt es aber. Die Menschen im Viertel sind es wert.
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