Phoenix-Viertel: ein Sperrmüll-Paradies

Mit solchen Plakaten soll der Vermüllung Einhalt geboten werden. Foto: pr

Einige Anwohner laden ihren Müll einfach am Straßenrand ab - Stadtreinigung kommt jetzt fünf Mal pro Woche

Das Phoenix-Viertel bleibt Harburgs Schmuddelecke. Obwohl die Stadtreinigung häufig im Quartier unterwegs ist und sogar Mülldetektive nach den Müllvandalen suchen, haben sich die Zustände kaum verbessert. Sperrmüll am Straßenrand gehört zum alltäglichen Erscheinungsbild. „Dabei sind wir hier teilweise mit acht Leuten im Einsatz“, sagt Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung (SRH). Durch kleinere Maßnahmen wie die Umgestaltung von Beeten und durch Appelle an die Verursacher will man das Problem jetzt besser in den Griff bekommen.
Seit Herbst letzten Jahres gehen immer mehr Beschwerden von Anwohnern des Viertels im Stadtteilbüro ein. „Bedauert wird, dass in der öffentlichen Wahrnehmung dem ganzen Viertel ein Müllproblem unterstellt wird, obwohl nur einzelne Bereiche betroffen sind“, haben Daniel Boedecker und Eike Appeldorn vom Stadtteilbüro festgestellt.
Was wird getan? Reinhard Fiedler: „Seit April haben wir die Reinigungsfrequenz von drei auf fünf Mal pro Woche erhöht.“ Die Mehrkosten zahlen die Anwohner - über die Nebenkostenabrechnung: Statt 1,31 Euro pro Meter sind dann wöchentlich 2,22 Euro fällig.
Seit August 2007 schickt die Stadtreinigung einen Kümmerer ins Viertel. „Das ist ein ganz normaler Mitarbeiter von uns, der 40 Stunden pro Woche arbeitet und schwerpunktmäßig im Phoenix-Viertel aktiv ist“, berichtet SHR-Sprecher Fiedler. Der Kümmerer prüft, ob Papierkörbe überfüllt sind, zersplittertes Glas auf den Gehwegen liegt, Papiertaschen-tücher, Pappkaffeebecher und Verpackungsmaterialien, beispielsweise von Zigarettenschachteln, achtlos weggeworfen wurden. Ordnungs- und Bußgelder darf er nicht verteilen. Dafür ist der behördliche Ordnungsdienst zuständig.
„Alles kann der Kümmerer gar nicht schaffen“, weiß Reinhard Fiedler, „deswegen haben wir auch Mülldetektive im Einsatz.“ Die versuchen die Verursacher der Vermüllung zu ermitteln. Bislang mit mäßigem Erfolg.
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