Phoenix-Schornstein wird nicht vor Frühjahr 2014 gekappt

Der Schornstein steht unter Denkmalschutz, darf aber um zwölf Meter gekappt werden. Foto: ContiTech

Die Genehmigung für den geplanten Teilabriss um zwölf Meter
steht noch aus - sie wird aber kommen

Harburgs Wahrzeichen bleibt erhalten. Der baufällige 75 Meter hohe Schornstein auf dem ehemaligen Phoenix-Gelände (jetzt ContiTech) wird allerdings um zwölf Meter gekürzt. Die zuständigen Behörden haben ihr Einverständnis signalisiert. „Eine Genehmigung für den Teilabriss liegt aber immer noch nicht vor“, erklärt Mario Töpfer (ContiTech).
Hintergrund: ContiTech-Mitarbeiter hatten festgestellt, dass es aus den Fugen des oberen Schornstein-Abschnitts bröselt. Daraufhin untersuchte ein Gutachter den weiterhin genutzten Turm. Dessen Einschätzung: Ein kompletter Abriss sei nicht nötig. Die oberen zwölf Meter müssten aber gekappt werden.
Das Amt für Denkmalschutz hat keine Einwände. „Der Schornstein ist ein Bestandteil des Denkmalensembles Vereinigte Gummiwaren-Fabriken Harburg/ Phoenix AG“, sagt Laura-Helen Rüge (Kulturbehörde). „Der Schornstein ist erhaltenswert. Er kann aber nicht in Gänze erhalten werden, da die Bausubstanz zum Teil so stark geschädigt ist, dass sie nicht sanierbar ist.“
Auch andere Behörden haben nichts gegen einen Teil-
abriss. „Das Bezirksamt
Harburg, das Amt für Verbraucherschutz Produkt- und Anlagensicherheit, das Amt für Arbeitsschutz, die Feuerwehr und das Denkmalschutzamt haben positive Stellungnahmen abgegeben“, bestätigt Kerstin Graupner, Sprecherin der Umweltbehörde. „Die Genehmigungsvoraussetzungen sind somit erfüllt. Die Genehmigung wird voraussichtlich noch im August erfolgen.“
Bislang ist bei ContiTech noch nichts eingegangen. Mario Töpfer: „Wir haben daher festgelegt, den Teilabriss frühestens in 2014 nach Ende der Heizperiode durchzuführen.“
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