Pastor Schoeneberg verlässt Heimfeld

Pastor Frank-Ulrich Schoeneberg (49) ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein Studium absolvierte er in Marburg und Hamburg. Vor seiner Zeit in Heimfeld arbeitete der Theologe in der Klinikseelsorge in St. Peter-Ording. Foto: oz

Nach 16 Jahren in Diensten der St. Paulus-Gemeinde
wechselt er zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Sasel

olaf zimmermann, harburg
Schlechte Nachricht für Heimfeld: Frank-Ulrich Schoeneberg, seit 16 Jahren Pastor bei der St. Paulus-Gemeinde, wechselt nach Sasel. Am Sonntag, 15. Juni, wird er von Pröpstin Carolyn Decke feierlich verabschiedet. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr. Das Wochenblatt sprach mit Pastor Schoeneberg.

Warum gehen Sie aus Heimfeld weg?
Pfarrstellenwechsel ist in der Kirche der Normalfall. Ich denke, dass jede Neubesetzung einer Pfarrstelle einer Kirchengemeinde neue Impulse bietet, zugleich auch mir als Pastor. Freilich fällt der Abschied nicht leicht. Ich nehme viele gute Erfahrungen mit, freue mich aber auf ein neues berufliches Aufgabenfeld. Knapp 16 Jahre sind es nun in Heimfeld geworden, im kommenden Jahr werde ich 50 – eine Veränderung zur „Halbzeit“ meines Berufslebens habe ich mir gewünscht.

Hinterlassen Sie eine gut aufgestellte Gemeinde?
Es steht mir nicht zu, meine Arbeit zu beurteilen. Ich war gern Pastor in der St. Paulusgemeinde, weil mir der Umgang mit Menschen am Herzen liegt. Der Seniorenkreis, die Kinderkirche und viele andere Aufgaben haben mir sehr viel Freude bereitet.
Dankbar bin ich für die Unterstützung, die ich immer wieder erfahren habe von Institutionen und Heimfeldern, die gern etwas für Ihren Stadtteil und Ihre Kirche tun wollten.
Was war Ihr schönster Moment als Pastor in Heimfeld?
Es gab viele „schönste Momente“: Der Gottesdienst zur 100 Jahrfeier der St. Pauluskirche im Herbst 2007 mit den ehemaligen Pastoren der Gemeinde, die Erntedankgottesdienste mit dem backenden Handwerk, die Heimfelder Neujahrsempfänge in der Friedrich-Ebert-Halle, die Gottesdienste in den beiden Heimfelder Pflegeheimen und vor allem die Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die in meinem Beruf zu den kostbaren Augenblicken gehören.

Welche Aufgaben stehen der St. Paulus-Gemeinde bevor?
Ich bin der Ansicht, dass die Harburger Kirchengemeinden noch viel enger zusammengehen müssten, um in Zukunft erkennbar kirchliche Arbeit für die Menschen vor Ort zu leisten. In diesem Prozess hat der Kirchengemeinderat der St. Paulusgemeinde vieles angeschoben, das in die richtige Richtung weist. Das Engagement dieser Ehrenamtlichen muss mehr gewürdigt werden. Sie stehen für eine Kirchengemeinde ein. Pastoren kommen und gehen – sie aber bleiben und tragen wesentlich zur Kontinuität des Gemeindelebens bei.
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