Party mit Polizeibesuch

Die spontane Fete im Garten des ehemaligen Freizeitzentrums blieb friedlich. Foto: pr (Foto: Foto: pr)

40 Leute feierten im Garten des ehemaligen FZ Nöldekestraße

Von Marion Göhring.
Die Initiative „Ja zur Nö“ gibt es erst seit wenigen Tagen, doch sie hat jetzt schon einen prominenten Unterstützer. Marcus Wiebusch, Frontmann der angesagten Hamburger Indierockband „Kettcar“, wünscht der Initiative jedenfalls „viel Erfolg bei der kulturellen Wiederbelebung des ehemaligen Freizeitzentrums Nöldekestraße.
„Kettcar“ sollte eigentlich in der SuedKultur-Musiknacht bei einer improvisierten Fete in dem seit mehr als einem Jahr leer stehenden Gebäude spielen. Doch die Musiker hatten keine Zeit, schickten aber eine Grußadresse. Die Band hatte in ihrer Anfangsphase erste Demos in der Nöldekestraße aufgenommen und dort auch Konzerte organisiert.
Dann zog auch noch die städtische Sprinkenhof AG ihre Genehmigung für die Nutzung des ehemaligen Freizeitzentrums kurzfristig zurück. Darauf entschloss sich das Organisationsteam von „Keine Knete trotzdem Fete“ (KKtF), das auch einmal im Jahr Konzerte im Harburger Stadtpark veranstaltet, zu einer kleinen Feier im Garten des Zentrums. „Wir wollten wenigstens einen Teil des geplanten Programms stattfinden lassen“, sagt Julius Detlefsen von KKtF.
Als rund 40 Leute der Einladung gefolgt waren und sich im Garten um ein paar Feuertonnen versammelt hatten, eskalierte die Situation plötzlich. Offenbar fürchtete die Sprinkenhof AG eine Besetzung des leer stehenden Gebäudes.
Die Polizei erschien, dazu Jan Zunke vom Sprinkenhof-Vorstand. Dann die Einigung. Zunke: „Wenn alles friedlich bleibt und niemand in das Haus eindringt, kann im Garten privat gefeiert werden.“ So geschah es dann auch. Peter Sempel zeigte seinen Film „Kino Extrem“, außerdem gab es Livemusik der Band „Still in Search“.
Der Abend endete friedlich, die Initiative „Ja zur Nö“ ist damit aber noch nicht am Ende. Julius Detlefsen: „Wir halten an unserem Ziel fest, selbstorganisiert und unabhängig Kunst, Kultur und Politik zu machen. Deshalb fordern wir Freiräume.“
Die Initiative will das alte Freizeitzentrum in der Nöldekestraße nicht verfallen lassen. Das Haus ist seit Sommer 2010 verwaist, damals zog die Einrichtung in das neue Stadtteilzentrum „Feuervogel“.
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