Parkplatzchaos

Lieferwagen parken am Karnapp in zweiter Reihe, weil es nirgendwo mehr Parkplätze gibt. Foto: sl

Zu wenig Parkmöglichkeiten für alle Mitarbeiter im Binnenhafen

SABINE LANGNER, HARBURG
Jens Schneider ist sauer. Jeden Morgen sucht er einen Parkplatz im Harburger Binnenhafen und jeden Morgen ärgert er sich, weil er keinen findet. „In den letzten Wochen hat sich die Parkplatz Situation im Bereich des Harburg-Channels immer weiter verschlechtert durch neue Absperrungen und neue Parkverbotsschilder“, schimpft er. „Die Parksituation deckt bei weitem nicht mehr die benötigten Plätze für die Angestellten der Firmen der Channel Gebäude ab. Durch die geplanten Neubauten wird diese Situation noch zusätzlich verschärft.“

Tatsächlich ist die Situation im Binnenhafen teilweise chaotisch: Lieferwagen parken in zweiter Reihe. Mitarbeiter der vielen Firmen im Binnenhafen drehen verzweifelte Kreise um den Block, um doch noch irgendwo eine freie Parklücke zu finden. Momentan arbeiten rund 6.000 Menschen im Binnenhafen. Die Tendenz steigt, weil sich immer mehr Unternehmen dort ansiedeln. Überall dort, wo vor ein paar Jahren noch jede Menge Stellflächen am Straßenrand oder auf unbebauten Grundstücken zur Verfügung standen, wird jetzt gebaut. Zwar haben nahezu alle Unternehmen entweder im Keller eines Neubaus oder auf dem Hof Parkplätze für ihre Mitarbeiter, aber das deckt den tatsächlichen Bedarf nicht ab.

Die Alternative ist das große Parkhaus am Veritaskai. Hier gibt es rund 850 Parkplätze. Aber die kosten Geld. „Das kann doch nicht sein, dass man als Autofahrer fast 100 Euro zahlen muss, um sein Auto irgendwo abzustellen“, regt sich auch Matthias Bruckner auf. „Ich komme aus dem Rosengarten. Von dort gibt es keine ordentliche Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und schon gar nicht bei meinen Arbeitszeiten.“

Um dieses Dilemma zu lösen, hat der der Verein channel hamburg einen Vertrag mit den Betreibern des Parkhauses Veritaskai geschlossen. Alle Mitarbeiter der rund 130 Mitgliedsfirmen zahlen für einen Dauerstellplatz 42,50 Euro statt der bisherigen 80 Euro.

Und Martin Schröder, auch Arbeitnehmer im Binnenhafen, gibt zu bedenken, dass es nirgendwo in der Hamburger Innenstadt kostenlose Parkplätze vor der Tür gibt. „Ich habe eine Weile in der Nähe des Michels gearbeitet“, sagt er. „Dort habe ich mindestens einmal in der Woche ein Strafmandat bekommen.“
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