Orden lehnte er ab - über den Harburg-Teller freute er sich

Walther Thedt (r.) wurde von Noch-Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg mit dem Harburg-Teller für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Foto: sl

Beim Harburg-Empfang wurde Walter Thedt ausgezeichnet - Weitere Preise gingen an
Löwenhaus (Ehrenamtspreis) und die Stiftung Mittagskinder (Integrationspreis)

Von Sabine Langner.
Mit Orden hat Walter Thedt nichts im Sinn. Als echter Hamburger hat er einen solchen sogar abgelehnt, als ihn die Stadt Wien Mitte der 50er Jahre für seinen unerschrockenen Einsatz als DRK-Fahrer während des Ungarn-Aufstandes einen verleihen wollte. „Als Hanseat nimmt man keine Orden und Ehrenzeichen an“, sagt der heute 77-Jährige Neuwiedenthaler. Ganz anders hingegen verhält es sich mit dem Harburg-Teller, den ihm der scheidende Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg überreichte. „Das ist eine Auszeichnung“, sagte Walter Thedt, „Darüber freue ich mich und ich glaube, ich habe ihn auch verdient.“
Die Verleihung des Harburg-Tellers war Abschluss und Höhepunkt des diesjährigen Harburg-Empfangs im Helmssaal. Ausgezeichnet wurde mit Walter Thedt jemand, der sich viele Jahre ehrenamtlich im Bezirks- und Landesseniorenbeirat für die Belange der älteren Mitmenschen engagiert hat. Um ehrenamtliches Engagement ging es den ganzen Abend. Verliehen wurden auch der Harburger Ehrenamtspreis und der Harburger Integrationspreis.
39 Institutionen, Vereine und Einzelpersonen hatten sich um den Harburger Ehrenamtspreis beworben – „fast doppelt so viele wie im Vorjahr“, stellte Jury-Mitglied Michael Hagedorn begeistert fest. Die beiden mit je 500 Euro dotierten zweiten Preise teilten sich die Harburger Tafel und der Verein Hafen für psychosoziale Hilfen. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Löwenhaus in der Kalischerstraße.
Für den Harburger Integrationspreis gingen 14 Bewerbungen ein. Mit dem ersten Preis und 1.000 Euro wurde die Neuwiedenthaler Stiftung Mittagskinder-Kindertreff ausgezeichnet. Immerhin 500 Euro erhielt als Zweiter der Verein „Mentor - die Leselernhelfer“. Je 250 Euro gingen an den Harburger Turnerbund und an den Blue Voice– Schülerchor der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg. Der Extrapreis der Sparkasse Harburg/Buxtehude in Höhe von 500 Euro ging an das Ehepaar Dorothee und Jibril Adam. Beide kümmern sich mit ihrem Verein „Taimakoo“ um ausländische Mitbürger, die weder lesen noch schreiben können.
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