Noch „Beratungsbedarf“

Seit Jahren tut sich nichts! Deswegen haben Anwohner vor dem Harburger Rathaus eine Kundgebung veranstaltet. Foto: pr

Jägerstraße/Vogteistraße: Zwei Möglichkeiten, wie der Straßenverkehr beruhigt werden kann - SPD lädt deswegen für Montag, 8. April, zur Anwohnerversammlung

Wie kann der Unfallschwerpunkt Jägerstraße/Vogteistraße entschärft werden? Die Verwaltung hat vier Möglichkeiten vorgestellt - und bewertet. Ergebnis: Variante 4 schnitt mit deutlichem Abstand am besten ab. Aus Sicht der Anwohner liegt allerdings Variante 2 weit vorn. Wie geht’s jetzt weiter? „Der Verkehrsausschuss hat Beratungsbedarf angemeldet“, so Bezirksamtssprecherin Petra Schulz.
Hintergrund: Seit Oktober 2010 haben Brummis - und viele Pkw-Fahrer auch - die
Abkürzung über die sanierte Brücke in Meckelfeld entdeckt. Täglich quälen sich mehr als 7.000 Fahrzeuge durch diese Verbindung zwischen Meckelfeld und Harburg. Längst ist dieser Straßenzug zu einem Unfallschwerpunkt geworden. Insbesondere, weil sich viele Autofahrer nicht an die Vorfahrsregel „Rechts vor Links“ halten. Seit hier versuchsweise Barrieren eingerichtet wurden, hat die Zahl der Unfälle aber deutlich abgenommen. Ein Lkw-Verbot ist nach Auskunft der Innenbehörde nicht möglich.
Die ideale Lösung aus Sicht der Verwaltung (Variante 4): Tempo-30-Zone wird aufgehoben. Die Jäger-/und Vogteistraße würden zur Vorfahrtsstraße mit Beschilderung, Barrieren würden bleiben, das Tempo würde auf 30 km/h reduziert.
Die von den Anwohner bevorzugte Variante 2: „Tempo-30-Zone mit baulicher Ausgestaltung“, also mit Einengungen und Barrieren.
Welche Variante ist nun besser? Die SPD Harburg-Ost lädt die Anwohner für Montag, 8. April, um 18 Uhr zu einer Versammlung ins Restaurant „Rönneburger Park“. Anfang Mai will die Harburger SPD-Fraktion sich festlegen, auf der Mai-Sitzung der Bezirksversammlung sollen dann Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Man kann eine Mischung aus beidem herstellen“, ist Torsten Fuß (SPD) sicher. Kay Wolkau (Grüne): „Ziel muss es sein, endlich zu einer wirklich verkehrsberuhigten Tempo-30-Zone zu kommen, die einen gleichmäßig, geschwindigkeitsangepassten Verkehrsfluss ohne Bremsen und Anfahren gewährleistet.“


Was unterscheidet eine Tempo-30-Zone
von einer Tempo-30-Strecke?
Die Antwort der Harburger Verwaltung: „In der Tempo 30 Zone gilt das Tempolimit innerhalb des gesamten Bereiches. Die Beschilderung erfolgt lediglich in den Ein- und Ausfahrtsbereichen der Zone, es muss keine weiteren Hinweise innerhalb der Zone geben. Ein weiteres Hauptmerkmal ist die generelle „rechts-vor-links“ Regelung.
Die Beschilderung einer Tempo 30 Strecke gilt immer nur für den Streckenabschnitt bis zu der nächsten Einmündung/Kreuzung. Dort wird die Beschilderung wiederholt, ansonsten ist ab diesem Punkt die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben. Im Regelfall ist die Tempo 30 Strecke vorfahrtsberechtigt.
Bei beiden Varianten sind bauliche Elemente wie Einengungen, vorgezogene Bushaltestellen (Bus-Kap) und Ampeln möglich.“
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Christine Kraft aus Harburg | 05.04.2013 | 12:42  
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