„Nicht zulässig“

Wohnunterkünfte in Harburg im Januar. Das Wohnschiff fehlt, es wurde erst im Februar belegt. grafik: basfi

Keine Wohnunterkunft am Sinstorfer Kirchweg - Nach
Stellungnahme des Bezirks scheidet diese Fläche aus

Hamburg braucht mehr Unterkünfte für Flüchtlinge. 2014 mussten 6.026 Flüchtlinge untergebracht werden - fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Deshalb richtet der Senat in Harburg an der Schlachthofstraße und Lewenwerder weitere Unterkünfte ein. Ein schwieriges Unterfangen. „Die Zahl der Unterbringungsplätze übersteigt die im Umfeld lebende Bevölkerungszahl“, erklärt Harburgs CDU-Kreisvorsitzender Ralf-Dieter Fischer. „Schon aus diesem Grund macht das eine echte Integration unmöglich.“
An der Schlachthofstraße werden - befristet auf zwölf Monate - 450 Plätze für ankommende Flüchtlinge (Zentrale Erstaufnahme) entstehen. Bereits im April sollen die Wohncontainer aufgestellt sein.
Heftig umstritten ist die Erweiterung der Unterkunft Lewenwerder, in der bereits 120 Menschen leben. Direkt nebenan werden in neun Gebäuden weitere 198 Plätze geschaffen. In „Lewenwerder II“, so die offizielle Bezeichnung, sollen ab Herbst Wohnungslose und Flüchtlinge einziehen.
Die (vorerst) bis 2020 befris-tete Unterkunft ist auch für Familien geeignet. „Die Bewohner wirtschaften selbst, kochen in eigenen Küchen und gestalten den Alltag selbstständig“, erläutert die Sozialbehörde. Mitarbeiter von fördern & wohnen sowie ehrenamtliche Helfer unterstützen sie.

Wohnschiff in den
Ziegelwiesenkanal?

Um die Ballung von Wohnunterkünften im Harburger Zentrum zu verhindern, hatte die Harburger SPD/CDU-Koalition einen Standort am Sinstorfer Kirchweg ins Gespräch gebracht, das Brückenlager der Autobahnmeisterei. Das Problem: Das Bezirksamt hält diese dem Bund gehörende Fläche für ungeeignet. Eine Bebauung im Außenbereich sei „nicht zulässig und widerspräche dem Flächennutzungsplan und Landschaftsprogramm.“ Wenig überraschend, dass dieser Standort auch für die Sozialbehörde nicht in Frage kommt.

Der Bezirk
verhandelt noch

Und was ist mit der beabsichtigten Verlagerung des Wohnschiffs „Transit“ vom Kanalplatz in den Ziegelwiesenkanal? Das wäre vorstellbar, wenn der Bezirk eine Anlegestelle findet und sich mit dem Eigentümer einigt. „Wir sind noch in Gesprächen“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak.
Klar ist: Sämtliche Kosten für die Verlegung des Wohnschiffes muss der Bezirk übernehmen.
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