Nicht einfach drauflos grillen

Im Sommer wird gegrillt - nicht immer zur Freude von Nachbarn und Anwohnern. Foto: Panthermedia

Göhlbachtal: Anwohner genervt vom Rauch und Geruch

Sommerzeit ist Grillzeit. In Parks und Grünanlagen steigen kleine Rauchschwaden empor, ein Duft nach leicht angebrannten Würstchen liegt in der Luft, gut gelaunte Menschen sitzen klönend (und meist auch trinkend) in kleinen Gruppen beisammen. Doch wenn sich der klassische Grillgeruch in einer benachbarten Wohnanlage in der frisch aufgehängten Wäsche verfängt, kann die gute Laune schnell kippen. So geschehen im Göhlbachtal.
„Sobald schönes Wetter ist, ist der Balkon nicht mehr zum Erholen oder Wäschetrocknen nutzbar. Bei offenen Fenster ist die Wohnung voll rauchigem Geruch“, hadert Peter F. (Name geändert), der seit Jahren im Göhlbachtal lebt. Außerdem werde der Platz hinter dem hübsch angemalten Stromhäuschen als Toilette benutzt. „Das alles habe ich durch Anrufe und persönliche Revierbesuche der Polizei mitgeteilt“, so Peter F., „aber die Polizei scheint recht machtlos.“
Was kann man gegen diese Grillfreunde tun? Wenig, wie eine Nachfrage beim Bezirksamt ergibt. „Das Grillen in öffentlichen Grünanlagenhat hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen“, sagt Bezirkamtssprecherin Bettina Maak. „Grillen in öffentlichen Grünanlagen ist nicht generell verboten, es wird an den meisten Stellen geduldet. Wir haben aber ausgewiesene Grillplätze, die nach unserer Kenntnis auch gut genutzt werden.“
Regelmäßige Kontrollen durch das Bezirksamt finden nicht mehr statt. Früher kümmerte sich der Bezirkliche Ordnungsdienst darum, doch der wurde vor Jahren abgeschafft. Deswegen hat das Bezirksamt auch keine Bußgelder wegen „unerlaubten Grillens“  verhängt.
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