Neuland: Grünes Klassenzimmer auf Beton-Halbinsel

Zehn Jahre haben Vereine und Behörden am Projekt Wassersportzentrum Neuländer See geplant. Jetzt wurde das 11.000 Quadratmeter große Gelände gerodet. Spätestens im Frühjahr könnte zunächst mit dem Bau der Bootshalle begonnen werden. Foto: ast (Foto: Foto: ast)

Wassersportzentrum am Neuländer Baggersee: Baubeginn im Frühjahr 2012? Noch stehen zwei Gutachten aus.

Von Andrea Stein. Harburg.
Die Rodungen sind abgeschlossen, jetzt kann es endlich losgehen. Zehn Jahre lang haben die Initiatoren geplant und verhandelt und damit ein einzigartiges Projekt auf den Weg gebracht: In Kürze wird am Neuländer Baggersee, auf der sogenannten Beton-Halbinsel, ein ökologisches Wassersportzentrum entstehen.
So recht dran glauben mag Sören Schumacher, zweiter Vorsitzender der Seglervereinigung Sinstorf, noch nicht. Zu viele Hindernisse sind in den vergangenen Jahren aufgetaucht. „Zuletzt machte die Bombensondierung noch Probleme, und zwei Gutachten müssen noch abgewartet werden.“ Dann aber, so hofft Schumacher, könnte spätestens im Frühjahr zunächst mit dem Bau der Bootshalle begonnen werden.
Das Wassersportzentrum wird zukünftig von mehreren Vereinen genutzt werden aber auch Schulen offen stehen. Die Ideen umgesetzt hat der extra für diesen Zweck gegründete Trägerverein „Wassersportgemeinschaft Neuländer See“ unter dem Vorsitz von Michael Mahncke-Iwe, Lehrer am Immanuel-Kant-Gymnasium, und Manfred Müller vom Angelsportverein.
Neben der Bootshalle, in der Segeljollen, Kanus und Ruderboote untergestellt werden sollen, wird es neben Pavillons für die einzelnen Vereine auch einen Sanitärtrakt und vor allem ein Grünes Klassenzimmer geben, das von allen Hamburger Schulen genutzt werden kann. „Hier kann vormittags Biologie-Unterricht stattfinden, dann Sport-Unterricht im Ruderboot und schließlich können die Schüler auch die Angebote der Vereine wahrnehmen“, so Sören Schumacher.
Natur- und Umweltschutz ist eines der Ziele. Moderne und umweltschonende Technologien wie Photovoltaik, Solarthermie und biologische Klärung werden eingesetzt. Insgesamt 900.000 Euro stehen für den Bau des Wassersportzentrums zur Verfügung. Ein großes Projekt, das unter anderem von der Umwelt-, der Schul- und der Sportbehörde finanziert wird. Aber auch die Vereine werden ihren Anteil in Arbeitsstunden leisten.
Sobald die Ergebnisse der Gutachten da sind, wird der nächste Schritt eingeleitet, auf den alle Beteiligten schon so lange warten: Der Auftrag für den Bau der Bootshalle wird vergeben.
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