Neues Studentenwohnheim schon ab Mai voll vermietet

Kümmern sich um die Lüneburger Straße: Grundeigentümer Klaus-Jürgen Hübner, BID-Manager Peter Kowalsky und Schüttfort-Betriebsleiter Dirk Hillmann (v.l.). Foto: oz

Es tut sich etwas in der Lüneburger Straße: Hübner Textilien wieder eröffnet -
Schuhhaus Schüttfort baut um - Mieter für leere Fläche im Gloria-Haus gefunden

Das Ziel ist ehrgeizig: Aus der Lüneburger Straße soll ein attraktives Einkaufsquartier werden. Der Weg dorthin wird lang, aber jetzt gibt’s erfreuliche Ergebnisse. Im Studentenwohnheim in der Lüneburger Straße 7 sind die ersten Bewohner eingezogen. Der Harburger Traditionsbetrieb Hübner Textilien hat nach Umbau wiedereröffnet. Für die seit fast 1,5 Jahren leer stehende Fläche im Erdgeschoss des Gloria-Hauses wurde ein Mieter gefunden. Schuhhaus Schüttfort gestaltet in dieser Woche sein Geschäft um.
Zur Erinnerung: Die Harburger Fußgängerzone Lüneburger Straße hatte sich in der Vergangenheit von einer Flanier- zu einer Kummermeile entwickelt. Leerstände, Ein-Euro-Shops und herumliegender Müll prägten das Bild. Die Grundeigentümer versuchten mit Hilfe eines auf drei Jahre befristeten BID (siehe Infokasten) gegenzusteuern. Mittlerweile hat in der Lüneburger Straße das zweite BID seine Arbeit aufgenommen. Auf dessen Agenda stehen der Umbau des Bereichs am Lüneburger Tor sowie eine Verbesserung des Branchenmix’ und der Sauberkeit in der Fußgängerzone.
Investor Klaus-Jürgen Hübner hat jetzt Fakten geschaffen. Sein Studentenwohnheim, für dessen Bau der Krummholzberg über Monate teilweise gesperrt war, verfügt über 54 Plätze. Die Miete pro Appartement liegt bei 200 € zuzüglich Nebenkosten. Um Verwaltung und Vermietung kümmert sich die Privatbau GmbH. „Ab Anfang Mai wird alles vermietet sein“, verspricht Klaus-Jürgen Hübner.
Im Erdgeschoss des Studentenwohnheims hat auch Hübners Textilgeschäft, das demnächst sein 100-jähriges Bestehen feiert, wieder seinen Platz gefunden. Geschlossen hat dagegen das Schuhhaus Schüttfort, allerdings nur wenige Tage. „Die Zeit war reif für Veränderungen“, sagt Betriebsleiter Dirk Hillmann, „am Sonnabend, 29. März, öffnen wir wieder.“
Doch klar ist: Nicht alle Flächen in der Lüneburger Straße sind vermietet. Die zugesagte Unterstützung von Phoenix-Center-Betreiber ECE blieb wirkungslos. „Die ECE-Vermietungshilfe ist eine Luftblase“, urteilt Dietrich Landahl (BID-Mitglied). BID-Manager Peter Kowalsky appelliert: „Alleine wird diese Straße es niemals schaffen. Es geht immer nur zusammen.“

Hintergrund

Bei einem „Business Improvement District“ (BID) wird jeder
Grundeigentümer eines bestimmten Gebietes drei Jahre lang zur Kasse gebeten. Mit dem so eingenommenen Geld sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes - hier: der Lüneburger Straße - finanziert werden. Die Kosten pro Grundeigentümer sind abhängig vom Wert der Immobilie. Zum BID Lüneburger Straße gehören 62 Grundstücke mit fast 110 Eigentümern.
Mit der Erweiterung des benachbarten Phoenix-Centers können sich die Mitglieder des BID Lüneburger Straße nicht anfreunden.
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Andreas Steffes aus Harburg | 08.04.2014 | 12:35  
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