Neuer Gehweg mit Rutschgefahr

Auf Höhe der Bremer Straße 300 kurz vor der Landesgrenze zu Niedersachsen wurde im Herbst 2014 ein langes Stück Gehweg saniert.

Tolle neue Betonsteine sind nun Geh- und Radweg zu gleich auf einer beträchtlichen Länge von mehreren Hundert Metern. Der eine oder andere Autofahrer wird sich noch an die Verkehrsbehinderungen auf diesem ohnehin Problemstück des Hamburger Stadtverkehrs erinnern.

Heute war dann mal wieder so ein typischer Wintertag mit Temperaturen um die 0 Grad Celsius und etwas Niederschlag in Form von leichtem Sprühregen. Ideale Bedingungen für das so gefürchtete Glatteis oder fast schon Blitzeis, zumal seit einer Woche die Temperaturen unter 0 Grad Celsius lagen und die Straßen für schnelle Eisbildung sehr empfänglich waren.

Die Wilhelmsburger Reichsstraße ist ja bereits auf dem Teilstück mit dem für die IBA ausgestatteten Flüsterasphalt bekannt, für die nunmehr erhöhte Glatteisgefahr durch den neuartigen Straßenbelag. Dort sind im Winter nur noch 60 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit erlaubt.

Der neue Fußweg an der Bremer Straße birgt ähnliche Qualitäten. Der verlegte Betonstein sieht nett aus, ist aber von sehr glatter Oberfläche und einer sehr geschlossenen Struktur. Bereits bei Nässe ist der Fussweg an dieser Stelle mit Vorsicht zu geniessen. Im Frühjahr und Sommer eine geeignete Oberfläche für rutschige Algenbildung und an einem Tag wie heute allerdings fast unbegehbar, da sich sofort eine gefährlich rutschige Eisschicht bildet. Erhöhte Gefahr für Radfahrer, abbiegende Autos und Fußgänger. Da kommen insbesondere für Anlieger mit Streupflicht an dieser Stelle besondere Sorgfaltspflichten auf, wenn man zum Beispiel an die ansässige ARAL Tankstelle denkt.

Was man sich seitens der Stadt hier wieder überlegt hat, bleibt ein Rätsel. Ein nicht unerhebliches Straßenstück wurde kostenintensiv saniert und ist aufgrund der Materialauswahl zum Problemstück geworden. Der Steuerzahler nimmt auch das schweigend hin und wir warten gespannt auf den nächsten Fauxpas der Entscheider! Warum solche Fehlentscheidungen konsequenzlos für die Veranwortlichen bleiben, ist rätselhaft.
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