Neue Heimat für zwei Vertriebene

Der Vorstand der Wassersport Gemeinschaft Harburger Binnenhafen e.V., kurz WGHB, Thorsten Meins, Herbert Manz und Harald Brabandt (v.li.) zeigt den neuen Yachthafen im Harburger Binnenhafen. Foto: sl

Wassersport-Gemeinschaft Harburger Binnenhafen weiht am 5. Mai ihr Vereinshaus ein

Sie haben geflucht, gekämpft, protestiert und getrauert – jetzt haben sich die Mitglieder der Wassersport-Gemeinschaft Harburger Binnenhafen (WGHB) arrangiert und freuen sich auf einen neuen Anfang. Am 5. Mai wird am Dampfschiffsweg der Neubeginn gefeiert.
Das Vereinshaus der WGHB ist fertig. Hinter diesem sperrigen Kürzel verbergen sich zwei Traditionsvereine, die nun eine neue Heimat gefunden haben. Sowohl der Motorbootverein Wilhelmsburg als auch die Wassersportgemeinschaft Süderelbe mussten ihre Yachthäfen am Schweensand aufgeben. Nach zähen Verhandlungen haben die insgesamt rund 65 Mitglieder mit knapp 50 Booten zugestimmt, in den Harburger Binnenhafen umzuziehen.
Der Bezirk Harburg hat für diesen Umzug nichts bezahlt. Die Kosten für das neue Vereinshaus haben sich das Hamburger Sportamt und das Amt für Naturschutz geteilt - unter der Bedingung, dass die Vereinsmitglieder den Innenausbau selber übernehmen.
„Das neue Vereinshaus ist schön“, sagen die Vorstandsmitglieder Harald Brabandt, Herbert Manz und Thorsten Meins übereinstimmend. „Wir haben jetzt auch eine Werkstatt und sanitäre Anlagen. Wir haben jetzt Wasser und Strom. Aber auf Störche und Eisvögel warten wir hier sicher vergebens. So idyllisch wie vorher kann es mitten im Industriegebiet gar nicht werden.“
Zudem gäbe es jetzt auch noch eine psychologische Barriere, die Schleuse, um aus dem Binnenhafen herauszukommen. „Die haben zwar rund um die Uhr Dienst und tatsächlich muss man höchstens eine halbe Stunde warten, bis man raus oder rein kommt“, sagt Harald Brabandt, „aber man muss eben warten.“ Fairerweise räumen die Skipper allerdings ein, dass sie auch an ihrem alten Standort warten mussten. Abhängig vom Tidenhub konnte man zwei Stunden vor und nach Niedrigwasser auch nicht einfach losfahren.
Eine weitere Schwierigkeit sei es gewesen, die beiden vorher völlig voneinander unabhängigen Vereine jetzt unter einem neuen Dachverein zusammenzubringen. „Langfristig werden die beiden Vereine aber sicher zusammenwachsen“, ist sich Herbert Manz sicher.
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