Nackte Tatsachen auf dem nagelneuen Handy

Auf dem nagelneuen Smartphone von Mike R. waren Fotos von nackten Geschlechtsteilen (im Bild verpixelt) zu sehen. Foto: sl

Mike R. aus Harburg hatte sich für fast 400 Euro ein Smartphone gekauft

Ein neues Mobiltelefon soll her, dachte sich Mike R. (Name der Redaktion bekannt). Der 23-Jährige ging zum Mobilcom- Shop ins Phoenix-Center, legte 389,95 Euro bar auf den Tisch für ein neues Samsung Galaxy Note mit einem Zwei-Jahres-Vertrag und freute sich über sein erstes Smartphone. Zuhause entdeckte er auf dem neuen Handy 94 Fotos in der Bildergalerie.
Neugierig öffnete er die Galerie und staunte nicht schlecht, als er Menschen im Zug, einen kleinen Hund und schließlich Fotos einer offensichtlichen Firmenveranstaltung von Mobilcom sah. Die Menschen auf den Fotos feierten eine Party. „Das Allerletzte war dann aber ein junger Mann, der mit Selbstauslöser seinen nackten Oberkörper und schließlich sein erigiertes Geschlechtsteil in Großaufnahme fotografiert hat“, regt sich Mike R. auf.
Der geneppte Kunde fuhr schnurstracks zurück ins Phoenix-Center, zeigte den Mitarbeitern des Mobilcom-Shops die Bilder und verlangte sein Geld zurück. „Der Kommentar der Mitarbeiter lautete: ‘Das war unsere Weihnachtsfeier, und der nackte Mann ist unser Geschäftsführer’“, berichtet Mike R..
Weil sich die Rückgabe des Handys und die erhoffte Kündigung des Vertrages nicht so einfach gestaltete, ging Mike R. zur Polizei: „Die Beamten haben das Handy genau unter die Lupe genommen und eine Anzeige wegen Betruges aufgenommen. Jetzt will ich nur noch so schnell wie möglich aus diesem Vertrag wieder raus.“
Der Geschäftsführer des Mobilcom-Shops war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, wohl aber die Mobilcom-Pressestelle. „Das Samsung Galaxy Note ist gerade sehr stark nachgefragt“, sagt Pressesprecher Carsten Brandt. „Viele Kunden wollen es mal live erleben und da kann es schon mal passieren, dass ein Handy aus der Originalverpackung herausgenommen wird.“
Was die nackten Tatsachen auf dem Smartphone betrifft, distanziert sich Mobilcom energisch von „jeder Art von kompromittierenden Bildern. Wir entschuldigen uns in aller Form bei dem Kunden, lösen den Vertrag selbstverständlich sofort auf und werden ihm einen Einkaufsgutschein zukommen lassen. Außerdem prüfen wir natürlich, wie es zu solchen Bildern kommen konnte und ob dies Konsequenzen nach sich zieht“, so Brandt weiter.
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