Mythos Hammaburg

So könnte sie ausgesehen haben, die legendäre Hammaburg. Das Archäologische Museum plant eine spektakuläre Ausstellung über die Keimzelle der Hansestadt. Grafik: Archäologisches Museum

Archäologisches Museum plant eine spektakuläre Ausstellung

Seit Jahrhunderten sucht Hamburg nach seinen Wurzeln. Die in schriftlichen Quellen überlieferte Hammaburg ist dabei fast zum Mythos geworden. Seit jeher vermutet man, dass sich der Standort der legendären Hammaburg, Keimzelle und Namensgeberin der Stadt, am Domplatz im Herzen der heutigen Innenstadt befindet. Das Archäologische Museum Hamburg, Harburger Rathausplatz 5, bereitet aktuell ein Sonderausstellung vor, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen wird.
„Erstmals wird damit die früheste Stadtgeschichte Hamburgs in einer Ausstellung umfassend dargestellt“, so Museumsleiter Rainer-Maria Weiss. Im Fokus steht die Zeitspanne vom 8. bis 10. Jahrhundert. Dokumentiert wird die Abfolge der verschiedenen Befestigungsanlagen, der Heidenwall sowie die Neue Burg, außerdem verschiedene Bauphasen des Domes. Dargestellt werden soll außerdem, welche politische Rolle der Hammaburg zukam und welche Bedeutung sie für die spätere Stadtentwicklung tatsächlich hatte. „Die Ausstellung wird als politisch-historische Gesamtschau die Rolle Hamburgs im Spannungsfeld zwischen Heiden und Christen, zwischen Franken, Sachsen, Slawen und Wikingern beleuchten“, verrät Weiss.
Ab 31. Oktober dieses Jahres bis Mai 2015 werden in Harburg wichtige Grabungsfunde gezeigt, die bisher noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. Leihgaben aus anderen Museen, Archiven und Kirchen ergänzen die Präsentation mit spektakulären Objekten. Darüber hinaus zeigen zahlreiche virtuelle Modelle der Hammaburg und der früheren Stadttopografie den jeweiligen Forschungsstand der letzten 100 Jahre.
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