Museums-Projekt verzögert sich

So könnte die Museums-Zweigstelle im Keller des Harburger Schlosses aussehen. Foto: helms-museum

Im Harburger Schloss wird in 2015 keine Zweigstelle des Helms-Museums eingerichtet - Finanzierung noch nicht gesichert

Im Harburger Schloss sollte bis Oktober 2015 eine Zweigstelle des Helms-Museums eingerichtet werden. Durch Verhandlungen darüber, wie die Ergebnisse des denkmalschutzplanerischen Gutachtens umzusetzen sind, ist die Umsetzung des Projekts ins Stocken geraten. Statt der ursprünglich kalkulierten 500.000 Euro wird der Umbau mindestens das Doppelte kos-ten. „Eine Eröffnung 2015 halte ich nicht mehr für realistisch“, bestätigt Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss. „Sobald aber die Finanzierung gesichert ist, könnte es sehr zügig an die Umsetzung gehen.“
Hintergrund: Im Gebiet um das Schloss liegt die Keimzelle Harburgs. Hier begann vor über 1.000 Jahren die Entwicklung von der Burg zur Stadt. Das ehemalige Schloss ist nach Abrissen und Umbauten heute nur noch in Teilen erhalten. Im Gewölbekeller des Schlosses soll, so der vor einem Jahr vorgestellte Plan, eine Ausstellung dauerhaft über die Harburger Geschichte informieren.

Fördergebiet „Integrierte Stadtteilentwicklung“

Wie entstand der Plan, den Schlosskeller, den ältesten noch ursprünglich erhaltenen Raum Hamburgs aus der Zeit um 1440, in eine Museums-Zweigstelle zu verwandeln? „Der neue Eigentümer des Schlosses kam auf uns zu“, berichtet Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss, „er hat uns angeboten, das historische Gewölbe mietfrei zu nutzen.“
Das Problem: Die ursprünglichen Museums-Pläne sahen nur eine Renovierung des Schlosskellers vor. In dem vom Denkmalschutzamt in Auftrag gegebenen Gutachten, das inzwischen vorliegt, werden deutlich weitergehende Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Museumschef Weiss: „Mit Berücksichtigung der musealen Einrichtungskosten könnten sich die Gesamtkosten also durchaus auf eine Million Euro belaufen.“
Jetzt wird von vielen Seiten intensiv versucht, diese Summe zusammenzubekommen. Da das Harburger Schloss in einem Fördergebiet „Integrierte Stadtteilentwicklung“ liegt, kann sich die Stadtentwicklungsbehörde an der Finanzierung beteiligen. „Noch liegt jedoch kein abgestimmter Kosten- und Finanzierungsplanung vor“, teilt Behörden-Sprecher Magnus Kutz mit.
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