Museum kann auch Spaß machen

Münzen aus Napoleons Silberschatz, der 1993 in Wilhelmsburg gefunden wurde. Die Sonderausstellung beginnt am 7. Mai. Foto: Helms-Museum

Besucherrekord im Helms-Museum - auch dank attraktiver Familien-Angebote

Solch erfreuliche Zahlen konnte Rainer-Maria Weiss noch nie verkünden. 185.000 Besucher waren im Jahr 2013 ins Helms-Museum und seine Außenstellen gekommen. So viele wie nie zuvor. „Überaus erfreulich“, bilanzierte der Museumsdirektor, „wir haben sogar einen Jahresüberschuss erwirtschaftet.“
2013 war für das Helms-Museum das erste Jahr nach dem „Neustart“. Von 2008 bis Ende 2012 war das Harburger Museum zusammen mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, dem Museum der Arbeit, dem Altonaer Museum und dem Museum für Bergedorf in der Stiftung
„Historische Museen Hamburg“ zusammengefasst. „Bisher hat jedes Museum sein eigenes Süppchen gekocht. Es gab keine
Absprachen“, hatte der damalige Kulturbehörden-Sprecher Björn Marzahn begründet. In Harburg wurde in seltener Eintracht gegen die neue Organisationsform protestiert - mit Erfolg.
Im ersten Jahr „in Freiheit“ stieg die Besucherzahl des Helms-Museums im Vergleich zum Vorjahr um stolze 19 Prozent auf 185.000. Das bedeutete Platz drei der bestbesuchten Museen Hamburgs.
Verantwortlich für den Erfolg waren neben der Sonderausstellung „Lego Zeitreise“ und der Außenstelle „Bischofsturm“ die zahlreichen Angebote für Familien und Kinder. 18.000 Kinder und Jugendliche haben das museumspädagogische Programm genutzt. „Der spielerische Zugang, den wir in unserem Museum bieten, macht nicht nur Kindern Lust darauf, sich intensiver mit der Kulturgeschichte auseinanderzusetzen“, erläutert Museumsdirektor Weiss.
Die nächste spektakuläre Sonderausstellung steht bereits vor der Tür. Vom 7. Mai bis 14. September wird „Napoleons Silberschatz“ präsentiert. Irgendwann vor 200 Jahren muss den französischen Besatzern dieser Schatz abhanden gekommen sein.
Entdeckt wurden die Silbermünzen 1993 bei Bauarbeiten in Wilhelmsburg.

Hintergrund
Das Helms-Museum hat drei große Aufgabenbereiche: „Bodendenkmalpflege der Stadt Hamburg und des Landkreises Harburg“, „Archäologisches Landesmuseum Hamburg“ sowie „Stadtmuseum Harburg“. Derzeit sind im Museum rund 31 Mitarbeiter beschäftigt. In der Vergangenheit kamen meist etwa 40.000 Besucher pro Jahr. 2012 stieg die Zahl wegen attraktiver Familien-Ausstellungen auf 155.000 an.
Aktuell sind die Archäologen des Helms-Museums auf zwölf Ausgrabungen in Hamburg und dem Landkreis Harburg tätig. Schon seit fast zwei Jahren wird ein 11.450 Quadratmeter großer Bereich an der Harburger Schloßstraße unter die Lupe genommen. Über 20.000 Fundstücke konnten hier bisher geborgen werden. Die Grabungen an der Harburger Schloßstraße werden bis Ende September 2014 andauern.
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