Müssen Postbankkunden für streikende Geräte blechen?

Jetzt gehen sie wieder: die Multifunktionsterminals in der Post in den Harburg Arkaden. Foto: ch

Probleme mit den Terminals, die die Kontoauszüge drucken,
führt zu erzwungenem Versand der Auszüge

Wer in der vergangenen Woche bei der Post in den Harburg Arcaden seine Kontoauszüge ausdrucken lassen wollte, hatte Pech. Die Geräte funktionierten nicht.
Am Eingang der Post in den Arcaden stehen vier Geräte: zwei, an denen man beispielsweise mit der Bankkarte Bargeld abheben kann. Und zwei weitere Maschinen, mit deren Hilfe Rechnungen per Überweisung gezahlt oder Kontoauszüge gedruckt und mitgenommen werden können. Diese beiden letzteren Geräte, im Fachjargon „Multifunktionsterminals“ genannt, waren ausgefallen. Tagelang ging nichts mehr, auch wenn eine Textzeile auf der Bildfläche treuherzig versprach, dass man sich so schnell wie möglich um eine Reparatur kümmern werde.
Aber das Problem war komplizierter als gedacht. Und zwar nicht nur in Harburg. In ganz Deutschland hatte die Postbank Ärger mit ihren insgesamt 1.300 Multifunktionsterminals.
Auskunft aus der zentralen Pressestelle der Postbank: „In dieser Woche standen die Multifunktionsterminals (MFT) der Postbank stundenweise nicht zur Verfügung. Es ist möglich, dass auch in den nächsten Tagen noch systembedingte Neustarts der Geräte erforderlich sind. Während des Neustarts stehen die MFT‘s vorübergehend nicht zur Verfügung. An der Fehlerbehebung arbeiten wir mit Hochdruck.”
Wer nach Tagen des immer wieder vergeblichen Versuchs, an die Kontoauszüge zu gelangen, schließlich einen Moment erwischte, in dem der Apparat funktionierte, guckte unter Umständen trotzdem in die Röhre. Das erlebte Susanne Z. (Name der Redaktion bekannt): Inzwischen hatten sich auf ihrem Konto so viele Auszüge angesammelt, dass der Apparat streikte. Postbank-Sprecher Ralf Palm erklärt: „Die MFT’s sind standardmäßig so eingestellt, dass maximal 20 Kontoauszugsblätter gedruckt werden können. Bei größeren Stückzahlen erfolgt der Versand der Kontoauszüge per Post.“
Für den Versand muss aber der Postbank-Kunde bezahlen. Das Wochenblatt fragte: Auch in diesem Fall? Schließlich hätten sich nur deshalb so viele Auszüge angesammelt, weil die Maschine gestreikt hat...
Die Postbank reagiert großzügig. Palm: „Sollte jemandem im Zusammenhang mit dem Ausfall der MFTs ein portopflichtiger Kontoauszug nach Hause geschickt worden sein, übernehmen wir selbstverständlich die Portokosten. Betroffene Kunden melden sich bitte in den Postbank Finanzcentern.“
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